Buchankündigung: Burschenschaften und Politik in Österreich

Wien-Köln-Weimar: Böhlau 2014. Hardcover, ca. 640 Seiten.

Wien-Köln-Weimar: Böhlau 2014. Hardcover, ca. 640 Seiten.

Debatten über Burschenschaften in Österreich haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten an Umfang und Schärfe gewonnen. Zahlreiche Einlassungen sind reich an Mythenpflege oder Polemik, aber arm an Kenntnissen über die Materie. In seiner zur Publikation überarbeiteten Dissertation, deren Buchwerdung durch eine Förderung des österreichischen Wissenschaftsfonds (www.fwf.ac.at) ermöglicht wurde, erörtert Bernhard Weidinger (FIPU) die Rolle akademischer Burschenschaften im politischen Geschehen der Zweiten Republik. Basierend auf der Auswertung von umfangreichem, bislang von kritischer Forschung nicht erschlossenem Quellenmaterial behandelt er eine Vielfalt an Aspekten: von der Restauration des deutschnationalen Verbindungswesens nach 1945 über den burschenschaftlichen Umgang mit der NS-Vergangenheit bis hin zum Einfluss der Verbindungen auf die Entwicklung der FPÖ. Das burschenschaftliche Weltbild beschreibt Weidinger als durch deutsch-völkischen Nationalismus und ein spezifisches, quasi-soldatisches Männlichkeitsbild geprägt. Burschenschaften erscheinen in seiner Darstellung letztlich als anachronistisches Kuriosum und politisch hochrelevant zugleich.

Das Buch erscheint voraussichtlich im November 2014.

Der Autor: Bernhard Weidinger, Studien der Politikwissenschaft und der Internationalen Entwicklung in Wien und Granada, DOC-Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2010-2012, Visiting Scholar am Center for Right-Wing Studies der University of California at Berkeley 2013. Twitter: @bweidin

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