Warum Muslim_innen nicht die „neuen Juden“ sind

Carina Klammer

(Vollversion des UNIQUE-Artikels 12/2014)

Seit in Deutschland in den letzten Wochen und Monaten in mehreren Städten Moscheen in Brand gesteckt wurden fühlen sich muslimische Communities zu Recht einmal mehr von der Mehrheitsgesellschaft allein gelassen. Laut Angaben des Bundesinnenministeriums wurden bis August dieses Jahres zwölf politisch motivierte Übergriffe auf Moscheen in Deutschland verübt und seit 2001 mehr als 300 muslimische Gotteshäuser angegriffen. Das Spektrum reicht von Hakenkreuzschmierereien über Morddrohungen gegen Imame bis hin zur Brandstiftung. Viele Muslim_innen bezweifeln, dass die Reaktionen derart dürftig ausgefallen wären, wenn nicht Moscheen sondern Synagogen gebrannt hätten. In derartigen Situationen ist die Rede von den Muslim_innen als den „neuen Juden“ schnell zur Hand und sie erfreut sich auch nicht nur unter diesen an Beliebtheit. Aber auch wenn die Intention des Vergleichs verschieden sein mag, seine antisemitische Struktur bleibt kritisierenswert.

„Nazismus erinnert uns daran, wie dünn die Kruste der europäischen Zivilisation ist und dass sie von der kleinsten oder nichtigsten Provokation durchbrochen werden kann“1. So begründete die links-liberale Autorin Yasmin Alibhai-Brown ihre Aussage Muslime wären die „neuen Juden“ 2006 im britischen Independent. Der Direktor des Zentrums für Türkeistudien in Essen, Faruk Sen, verglich 2008 angesichts antisemitischer Vorfälle in der Türkei die Lage der in Europa lebenden Türk_innen mit dem Schicksal der europäischen Jüdinnen und Juden bis 1945. „Seien Sie nicht traurig wegen der antisemitischen Tendenzen einiger Gruppen in der Türkei. Als türkisches Volk und als neue Juden Europas unterstützen wir Sie.“2 Bei einer Kundgebung in Bern im Jahr 2011 hefteten sich Nicholas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrates Schweiz (IZRS) sowie andere Teilnehmer_innen gelbe Sterne an. Im September 2014 zog Armin Langer, Koordinator der Salaam-Schalom-Initiative in Neukölln, selbigen Vergleich und endete mit dem Appell: „Es ist Zeit für Juden, die nicht mehr nur sagen ’nie wieder‘, sondern ’nie wieder, egal wen es trifft‘.“3

Man könnte zunächst naiv fragen, wie kommt jemand auf die Idee, gesetzlich verordnete Heirats- und Arbeitsverbote, Zwangsverschleppungen in Ghettos sowie die systematisch geplante Massenvernichtung die Jüdinnen und Juden erleiden mussten mit der gegenwärtigen Situation von Muslim_innen zu vergleichen. Derartigen Analogiebildungen relativieren und verharmlosen nicht nur die Schrecken der Shoah und des NS-Terrors sondern suggerieren darüber hinaus eine Ablöse der Feindbilder, wobei der Antisemitismus zu einem im Prinzip vernachlässigbaren Überbleibsel der Geschichte erklärt wird. Derartige Einwände scheinen jedoch nicht nur oft äußerlich zu bleiben sondern, zudem eine gewisse Trotz-Haltung hervorzurufen: „Ja, aber…“, „man wollte ja nicht“, „man habe damit nicht gemeint, dass…“ und „man wird doch wohl noch sagen dürfen“. Implizite oder explizite Vergleiche gegenwärtiger Diskriminierungsmechanismen mit Nazi-Deutschland lassen zumeist die gewünschte Aufmerksamkeitswirkung nicht missen.4 Darum wird gerne betont, dass Muslim_innen einen derartigen Vergleich primär aus Angst und dem Versuch sich Gehör zu verschaffen heranziehen würden. Seltsam nur, könnte man meinen, dass sich dieses Narrativ auch so vortrefflich mit jener anti-isrealischen Agenda fügt die seit der Staatsgründung Israels den jüdischen Opferstatus zu delegimieren versucht und Palästinenser_innen als die „neuen Juden der Juden“ stilisiert. So findet sich die Ansicht, welche die Existenz von Israel nicht als Konsequenz der Shoah begreift, sondern umgekehrt, die (Singularität der) Shoah als ein Narrativ israelischer/imperialer Legitimierungspolitik, ebenso quer durch die politischen Lager wie die Rede von den „neuen Juden“.5
Aber auch wenn das von der Hand wischen von Antisemitismus-Kritik in weiten Strecken symptomatisch bleibt und die antisemitische Schlagseite des Diskurses ernst genommen werden muss sollte nicht umgekehrt jeder Vergleich zwischen Rassismus und Antisemitismus vorschnell als Versuch die Shoah bzw. den Opferstatus von Jüdinnen und Juden relativieren zu wollen interpretiert werden. Muslim_innen beschweren sich zu Recht, dass ihnen aufgrund eines pauschalisierenden Antisemitismusvorwurfes mittlerweile all zu oft ihre Stimme entzogen wird. Und genauso wie die Gleichsetzung von Jüdinnen und Juden mit der israelischen Politik antisemitisch ist, ist es rassistisch von Muslim_innen zu fordern, diese müssten sich bspw. von den Taten des so genannten Islamischen Staates distanzieren. Es ist keine große Neuigkeit, dass sich der islamisierte Antisemitismus (ebenso wie zu der Zulauf von fundamentalistischen Strömungen) bei muslimischen Migrant_innen auch aus Diskriminierungserfahrungen speist. Während Israel als Symbol des Establishments hochstilisiert wird fungiert Palästina als Sinnbild für die Abwertung von Muslim_innen weltweit.6 Dass der islamische Fundamentalismus ähnlich dem Rechtsextremismus vor allem jene Marginalisierten abholt, die sich von der Gesellschaft ausgeschlossen und betrogen fühlen verdeutlicht sich auch anhand der hohen Anzahl von Dschihad-Konvertit_innen (von denen manche noch Bücher wie „Islam for Dummies“ auf Amazon bestellten bevor sie in den „Krieg gegen die Ungläubigen“ nach Syrien zogen.7 Als problematisch muss jedoch gesehen werden wenn – nicht zuletzt aufgrund des Bedürfnisses nach dem authentischen Opfer – der Fundamentalismus und Antisemitismus von Muslim_innen als Kolonialismuskritik „der dummen Kerls“8 verharmlost und nicht als reaktionäre Ideologien betrachtet werden.

Oft mangelt es auch gerade im Rahmen einer oberflächlichen und zumeist eher moralisierenden „Wehret den Anfängen“-Rhetorik an einer wirklichen Auseinandersetzung von welchen „Anfängen“ hier überhaupt ausgegangen wird. Rassismus und Antisemitismus werden demnach als austauschbare Sündenbock-Strategien begriffen. Gerade diejenigen, die bei der Frage: „Warum gerade die Jüdinnen und Juden“ in Erklärungsnöte kommen, verhandeln diesen Punkt mitunter überhaupt als zu vernachlässigende Banalität (des Bösen). „Die Welt ist arm, der Mensch ist schlecht. Da hab ich eben leider recht!“9

Antisemitismus und (antimuslimischer) Rassismus – Gemeinsamkeiten…

Analytisch zwischen Antisemitismus und Rassismus zu differenzieren bedeutet nicht automatisch vorhandene Betroffenheit zu relativeren oder die Opfer gegeneinander auszuspielen.10 Umgekehrt erweist sich auch die Verabsolutierung der Unterschiede oft als demogogische Überstrapzierung die dem Versuch Feindbilder auch in ihrem übergreifenden Zusammenhang zu verstehen hinderlich sein kann. Wer Jüdinnen und Juden hasst, verabscheut in der Regel auch Muslim_innen und umgekehrt. Auch gibt es keinen kausalen Zusammenhang, ob (direkte oder indirekte) Erfahrungen mit dem Objekt des Hasses bestehen oder nicht. Jenseits von Banalitäten wie der Hass der Mehrheit (Starken) auf die Minderheit (Schwachen) und die damit in Verbindung stehende Paranoia von Antisemit_innen und Rassist_innen, lassen sich eine Reihe von Ähnlichkeiten der Stereotypenbildung finden, die in der Unterscheidung der christlichen von der „fremden“ Religion begründet liegen. Der jüdische Andere bildete so das Fundament für jene abendländische Gemeinschaftsbildung in Europa, die entlang von Religion oder Kultur erfolgt. In diesem Sinne wurde auch der Islam immer wieder durch die Unterstellung eines jüdischen Einflusses zu dämonisieren versucht. So diskreditierte bspw. der christliche Apologet Timotheus I in seinen Briefen (780/781 n.Chr.) Muslim_innen indem er diese als „neuen Juden“ bezeichnete. Vor allem ab den Kreuzzügen sah sich das christliche Abendland in einem Zweifrontenkrieg: im inneren gegen die Juden, im äußeren gegen die Moslems. Oft, wie zur Zweiten Wiener Geserah (1670/71), diente der Vorwurf, mit den türkischen Feinden im Bunde zu sein, als Grund für Vertreibung und Pogrom. In diesem Sinne lassen sich eine Reihe von Gemeinsamkeiten zwischen Bildern der Juden und der Moslems finden, die in gegenwärtigen Diskursen teilweise reaktiviert werden.
Sowohl Jüdinnen und Juden als auch Muslim_innen würden einer Gesetzes-Religion anhängen, die ihnen unmoralisches Handeln vorschreibe. Im Gegensatz zum liebenden christlichen Gott ist der alttestamentarische sowie der muslimische Gott ein strafender und hassender, ein „Rachegott“11. Auch werden verwandte religiöse Praxen – wie etwa die Beschneidung oder das Schächten – gleichermaßen als widernatürlich begriffen. Insbesondere die Ritualmordlegende (Jüdinnen und Juden würden zu Pessach die Kinder der Christ_innen schächten und mit ihrem Blut Mazzes backen) war über Jahrhunderte fester Bestandteil des Volksglaubens. Dass auch klassisch antijüdische Motive in den Rassismus eingeflossen sind, zeigt sich etwa anhand der Behauptung, noch „zur Zeit Mohammeds“ seien „geschätzte 400 Ordensfrauen geschächtet und Allah zum Opfer dargebracht“10 (fakten 2/2004) worden. Sowohl im Bild des Talmudjuden wie auch des Koranmoslem wird eine prinzipielle Verkommenheit und Feindseligkeit aus den religiösen Schriften abgeleitet, wie z. B. das moralische Recht, Christ_innen zu täuschen oder zu betrügen. Auch wird angenommen, Muslim_innen hätte keine Hemmschwelle zu Töten, da diese kein Äquivalent zum Fünfte Gebot besäßen.13 In beiden Fällen wird das Religionsbekenntnis nicht als ethisch-theologische bzw. individuelle Glaubensfrage begriffen sondern als determinierendes Wesensmerkmal. In diesem Sinne wird auch immer wieder gefordert, dass Religionsbekenntnis im Reisepass anzuführen. Wie heute Moscheen/Minarette wurden auch Synagogen als feindliche Einrichtungen wahrgenommen mit dem Zweck die Gesellschaft von Innen heraus zu unterwandern. Beiden Gemeinschaften wird eine grundsätzliche Illoyalität zum Staat unterstellt, dem man qua Bürger_innenschaft angehört sowie einen „Staat im Staat“ (Parallelgesellschaft) zu bilden. Paranoide Verschwörungs- und Untergansphantasien gehören momentan zu den auffälligsten Ähnlichkeiten beiderlei Stereotypenbildung. Während die Juden im Stillen die Welt beherrschen würden wird jeder nach Europa bzw. in den Westen immigrierte Moslem zum versteckten Agent oder Instrument eines durch Ölscheichs finanzierten globalen Dschihads.

…und Unterschiede

Aber auch jene tradierten Stereotype, die im kollektiven Gedächtnis fest verankert scheinen, müssen historisch kontexualisiert und angesichts ihrer gegenwärtigen Bedingungen verortet werden. Entgegen aller schönfärbenden EU-Ideologie ist daran zu erinnern, dass die europäische Idee im Kern zwei spezifisch „ideologische Schemata“ enthält, „die fortwährend kollektive Gedächtnis- und Wahrnehmungseffekte hervorbringen können: das koloniale und das antisemitische Schema“14. Der Antisemitismus richtet sich hierbei gegen den unheimlichen Fremden, der antimuslimische Rassismus gegen den anderen Fremden. Anhand der Losung „Die Juden sind unser Unglück“ wandelt sich der christliche Antijudaismus mit dem Aufkommen der bürgerlichen Vergesellschaftung zu einer umfassenden Weltanschauung bzw. „Alltagsreligion“15. Der Antisemitismus erlangt nunmehr eine ihm spezifische Funktion, wobei am Ersatzobjekt Jude die Misere der Moderne abgespalten und an diesem um so heftiger eine Pseudorebellion betrieben wird. Im modernen Antisemitismus besteht zwar eine genaue, jedoch allgemeine Vorstellung von der Schlechtigkeit des Judentums wobei die einzelnen Jüdinnen und Juden (deduktiv) in diese Vorstellungswelt gepresst werden. Das Jüdische gilt den Antisemit_innen vielmehr als ein (zudem ansteckendes) Prinzip dessen wirken hinter den gesellschaftlichen Mechanismen am Wirken wäre. Dieses wird durch einen Mangel an Authentizität, Natürlichkeit und Verwurzelung und in diesem Sinne als Nicht-Identität charakterisiert. Und weil der Jude nichts ist, kann er alles werden, weshalb diesem zum Zwecke der Täuschung zugleich auch eine besondere Fähigkeit zur Anpassung bzw. Assimilation zugeschrieben wird.
Dem gegenüber arbeitet das koloniale Schema genau umgekehrt bzw. induktiv. Es verallgemeinert, schließt vom einzelnen oder von mehreren auf alle. Wie jeder Rassismus imaginiert auch der gegen Muslim_innen diese als im Prinzip minderwertig, unzivilisiert und affektgeleitet. Die muslimischen Anderen erscheinen hierbei immer erst in ihrer Masse bedrohlich, weshalb vor allem die extreme Rechte zum „Geburtenwettstreit“ ruft, der zugleich die biologistische Kehrseite des Kulturrassismus erkennen lässt. Beim Antisemitismus hingegen hingegen besteht auch die Vorstellung einer Überlegenheit, weshalb das Jüdische auch jenseits von Fragen der Quantität als besonders bedrohlich imaginiert wird.
Der antimuslimische Rassismus kennt zudem die dem Antisemitismus eigene Unterscheidung nicht, welche sich nicht nur auf „eine lediglich phantasmatische ,Rasse‘ mit widersprüchlichen Eigenschaften bezieht, sondern auch eine im Wesentlichen innere Alterität als Objekt seiner Phobie wählt, die nicht isoliert werden kann“16. Während das Judentum prinzipiell abgelehnt und alles Jüdische als feindlich und bösartig halluziniert wird, wird der Islam in seinen „jeweiligen Stammländern als legitime Lebens- und Kulturform anerkannt“17 (RFJ) wobei dem „ Selbstbestimmungsrecht der Völker (…) gegenüber Weltmacht‐Interessen endlich mehr Gewicht eingeräumt werden“18 (FPÖ). In diesem Sinne unterscheiden sich auch die Verschwörungsphantasien: Jüdinnen und Juden wird zwar unterstellt sie würden im verborgenen bestimmte Machtstrukturen kontrollieren bzw. unterwandern, diese – wie etwa Banken oder die Medien – werden jedoch im Prinzip als die eigenen begriffen. Muslim_innen hingegen wird unterstellt, sie würden die bestehende Institutionen durch ihre eigenen bzw. fremden verdrängen wollen. So ist der Islam der Feind mit dem man sich arrangieren oder Frieden schließen könnte, die Juden hingegen können nur vernichtet werden. Es gibt keine Vernichtungsaufrufe gegen den Islam, bzw. muslimische Länder und Muslim_innen werden auch nicht auf der ganzen Welt verfolgt und ermordet, nur weil sie Muslim_innen sind.
Wer die verschiedenen ideologischen Funktionen von Antisemitismus und (antimuslimischen) Rassismus angesichts bestehender Gemeinsamkeiten nivilliert macht sich der Entpolitisierung schuldig. Beide ergänzen sich zudem auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene viel zu gut, als dass der eine den anderen erfolgreich ersetzen könnte. Beinahe jede Fraktion der extremen Rechten führt heute Europa als Kampfbegriff im Mund. Vordergründig wird gegen die Moslems gehetzt und hintergründiger gegen den westlichen Werteverfall, die Amerikanisierung, Multi-Kulti, die abgeklärte Aufklärung oder eben die Juden. Sie alle reaktualisieren das europäische Syndrom: die „Bürde“ des weißen Mannes und dessen paranoide Angst vor dem Untergang.

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Anmerkungen

1 Kirchick, James: Die neuen alten Juden. Warum „Islamophobie“ in Europa nicht mit Antisemitismus gleichgesetzt werden kann. Weder im Wesen noch im Ausmaß. Ein Gastbeitrag. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.08.2014. http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/islamophobie-und-antisemitismus-die-neuen-alten-juden-13124344.html

2 Ohne Autor: Faruk Sen. „Die Türken sind die neuen Juden“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2008. http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/faruk-sen-die-tuerken-sind-die-neuen-juden-1545658.html

3 Langer, Armin: Muslime sind die neuen Juden. In: Der Tagesspiegel, 09.09.2014. http://www.tagesspiegel.de/politik/rassismus-und-antisemitismus-in-deutschland-ueber-juedische-kultur-wird-oft-so-lobend-gesprochen-dass-es-schon-nervt-/10669820-2.html

4 Und auch andere von Marginaliserung Betroffene haben dies immer wieder getan, so beispielsweise jene Feministinnen, die in den 1970er Jahren die Hexenverbrennungen mit der Shoah parallelisierten.

5 Umgekehrt werden Wahlerfolge rechter bzw. nationalistischer Parteien in Israel übrigens seltener mit der Angst der Bevölkerung vor Rakatenangriffen und Vernichtungsdrohungen erklärt.

6 Biermann, Sybille: Antisemitismus. Die Jugendlichen fühlen sich nicht verstanden. In: Migazin, 17.09.2014. http://www.migazin.de/2014/09/17/die-jugendlichen-fuehlen-sich-nicht-verstanden/

7 Robinson, Martin: British terrorists from Birmingham bought ‚Islam for Dummies‘ book before travelling to Syria to join rebel fighters in jihad. In: Daily Mail, 8.07.2014. http://www.dailymail.co.uk/news/article-2684714/I-tell-I-m-going-jihad-Lol-I-ll-arrested-What-British-terrorist-Birmingham-told-childhood-friend-travelled-Syria-join-rebel-fighters.html

8 Der Sozialist August Bebel soll gesagt haben, dass Antisemitismus der „Sozialismus der dummen Kerls“ wäre.

9 Brecht, Bertold: Die Dreigroschenoper. Frankfurt am Main: 1968, S. 44

10 Schiedel, Heribert: „Extreme Rechte in Europa“. Wien: 2011, S. 34ff.

11 Vgl. bspw. http://www.pi-news.net/2011/10/thesenpapier-gegen-die-islamisierung/

12 http://www.doew.at/erkennen/rechtsextremismus/neues-von-ganz-rechts/archiv/maerz-2004/rechtsextreme-tierschuetzer-fakten

13 So fällt auch Geert Wilders – angesichts der religionshistorischen Nähe von Judentum und Islam notwendigerweise in antijüdische Ressentiments zurück. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin profil (März 2010) führt er etwa als Beispiel für die von ihm behauptete islamische Verkommenheit ausgerechnet das aus jüdischer Tradition stammende Gebot des absoluten Vorranges des Lebens (gegenüber dem religiösen Bekenntnis) an, die Taqiyya. Nach dieser ist es erlaubt, (über das religiöse Bekenntnis) die Unwahrheit zu sagen, wenn man damit sein Leben rettet. Als christlicher Suprematist lehnt Wilders auch das „Alte Testament“ aufgrund der dort zu findenden „harten Worte“ ab (http://www.profil.at/articles/1012/560/265086/man-islamfeind-geert-wilders-interview).

14 Balibar, Étienne: „Es gibt keinen Staat in Europa”. Rassismus und Politik im heutigen Europa, in: Kalpaka, Annita; Nora Räthzel, (Red.): Rassismus und Migration in Europa. Hamburg, Berlin 1992, S. 10–29; hier: S. 19

15 Vgl. Claussen, Detlev: Aspekte der Alltagsreligion. Ideologiekritik unter veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen. Hamburg: 2005

16 Balibar, Étienne: Der antisemitische Komplex. Erstveröffentlichung: Frankfurter Rundschau, 25.06.2002. http://www.hagalil.com/antisemitismus/europa/juden-araberhass.htm

17 Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ): „Salzburger Deklaration: Europa und der Islam“

18 Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ): „Wir und der Islam“

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