Beitragsarchiv

Ehre, Freiheit, Vatermord – Die Burschenschaft Hysteria

erschienen auf vice.com/alps

von Verena Bogner

Das Internet Magazin Vice hat für eine Reportage über die Burschenschaft Hysteria u.a. Fipu Mitglied Judith Goetz interviewt. Weiterlesen

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„Drogenfreier Volkskörper“

erschienen in progress 2/16

von Judith Goetz

Rechtsextreme Drogenpolitiken, rechtsextremer Drogenkonsum.

Wenngleich FPÖ-Politiker_innen sich tagesaktuell immer wieder zu drogenpolitischen Themen positionieren, bleibt die Thematik im Parteiprogramm der FPÖ jedoch weitgehend ausgespart. Anders verhält es sich bei der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), in deren Parteiprogramm Drogenkriminalität „hohe Priorität“ zugeschrieben wird, die „härter zu ahnden“ wäre. Die Alternative für Deutschland (AfD) wiederum fordert „Süchtigen […] im Wege der kontrollierten Abgabe“ Zugang zu Drogen zu ermöglichen und glaubt, damit Kriminalität und „Schwarzmarkt“ bekämpfen zu können. Als gemeinsamer Nenner dieser durchwegs unterschiedlichen Positionen fungieren im rechtsextremen Parteienspektrum vor allem die Ablehnung liberaler Drogenpolitiken sowie die rassistische Aufladung damit verbundener Diskurse. Weiterlesen

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Zur „pro-israelischen“ Wende von Teilen der extremen Rechten

Heribert Schiedel über Wandlung und Beharrung im Verhältnis von FPÖ, Neonazis und „Identitären“ zu Israel. Weiterlesen…

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„Neue“ Rechte in Österreich

Über Modernisierung, Mimikry und Kontinuitäten im österreichischen Rechtsextremismus – unter besonderer Berücksichtigung aktueller („identitärer“ Erscheinungen. Weiterlesen…

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Heim[at]partei

Montage aus den Kindheits-/Jugenderinnerungen der freiheitlichen Spitzenfunktionäre Norbert Hofer und Heinz-Christian Strache. Weiterlesen…

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Märtyrer der Meinungsfreiheit? Über die Leerstelle Rassismus in der Causa Böhmermann

Von Julia Edthofer und Carina Klammer

Ein kritscher Beitrag zur aktuellen Debatte um Jan Böhmermanns „Schmähgedicht“ hier.

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Rechtsextremismus in Europa – Europäischer Rechtsextremismus

Von Heribert Schiedel

Auch wenn die Rede vom „Erdrutschsieg“ der extremen Rechten (1) übertrieben ist – die Wahlen zum Europäischen Parlament 2014 machten deutlich, wie stark diese mittlerweile in fast allen EU-Staaten ist. In Großbritannien, Dänemark und Frankreich konnten rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien die meisten Stimmen auf sich vereinen. Weiterlesen

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Dem Rechtsextremismus den Boden entziehen, auf dem er gedeiht, oder: Geschlecht und Politische Bildungsarbeit

von Karin Kuchler

Beitrag zur Präsentation des Bandes Rechtsextremismus – Band 2: Prävention und politische Bildung.

Ausgehend von der Frage, welche Rolle die Kategorie Geschlecht in der politischen Bildungsarbeit spielte, ist zunächst anzumerken dass mancher Leute Meinung nach Geschlecht überhaupt keine Rolle in der politischen Bildungsarbeit spielt. Mechthild Oechsle und Katrin Wettauer haben in ihrem im Jahr 2000 erschienen Sammelband eine solche Haltung als An- und Abstoßpunkt gewählt, indem sie den damaligen Bundesvositzenden der Bundeszentrale für politische Bildung mit folgendem Zitat wiedergeben: „Politische Bildung ist geschlechtsneutral.“ Dies steht nicht nur den gegebenen Geschlechterverhältnissen derer, die im Bereich politische Bildung arbeiten, als contrafaktisch entgegen, sondern auch im Gegensatz zu Debatten über Geschlecht und Vergeschlechtlichung sowohl in der Praxis politischer Bildungsarbeit wie auch in den unterschiedlichen Stammdisziplinen derselben. Weiterlesen

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Die vergessenen Frauen- KZs von Mauthausen

Von Judith Goetz

erschienen in progress 2/2016

An der Geschichte des ehemaligen Frauen-KZs in Hirtenberg werden die Kehrseiten der zentralistischen Förderstruktur österreichischer Erinnerungskultur und die Marginalisierung der Geschichte von Frauen im hegemonialen Erinnerungsdiskurs deutlich. Weiterlesen

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Retter_innen der Kernfamilie

Von Judith Goetz

Erschienen in progress 2/16

Stärker denn je nehmen Rechtsextreme (staatliche) Gleichstellungspolitiken und sexualpädagogische Maßnahmen ins Visier. Besondere Bedeutung kommt dabei den Debatten rund um vermeintliche „Frühsexualisierung“ zu. Weiterlesen

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Fantifaschistische Anstöße

Von Judith Goetz

Erschienen in Unique 1/16

Die durch feministische Antifagruppen ausgelösten Debatten rund um das Verhältnis von Feminismus und Antifaschismus regten politische sowie wissenschaftliche Auseinandersetzungen an. Ein Blick auf ihre Anliegen verdeutlicht, dass zentrale Überlegungen bis heute nicht an Aktualität eingebüßt haben. Weiterlesen

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„Diese reproduktive Selbstbestimmung ist nicht emanzipatorisch…“

Kirsten Achtelik im Interview mit Judith Goetz über Probleme pränataler Diagnostik

erschienen in MALMOE 1/2016

Im kürzlich erschienenen Buch „Selbstbestimmte Norm“ analysiert Kirsten Achtelik die Forderung nach Selbstbestimmung und dem Recht auf Abtreibung innerhalb der autonomen Frauen*- und Behinderten- bzw. Krüppelbewegungen sowie die Geschichte der pränatalen Diagnostik (PND) in Deutschland. MALMOE sprach mit der Sozialwissenschaftlerin und Journalistin über behindertenfeindliche Facetten feministischer Politiken, gesellschaftliche Normierungsprozesse sowie die Änderungen im österreichischen Fortpflanzungsmedizingesetz. Weiterlesen

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„Gleichberechtigung ,unserer’ Frauen mit ,unseren’ Männern“

erschienen in GENDER STUDIES ZEIT-SCHRIFT des gendup

Judith Goetz

Seit der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) und seine rassistisch motivierten Morde an mindestens zehn Menschen bekannt wurden, läuft die sensationsorientierte Berichterstattung über das deutsche Neonazi-Trio auf Hochtouren. Dass sich Beate Zschäpe im November 2011 den Behörden stellte und sich seit Mai 2013 als Hauptangeklagte in einem Prozess zu verantworten hat, bot aber auch den (längst) notwendigen Anlass, sich erneut mit der Bedeutung von Frauen in der extremen Rechten auseinanderzusetzen. Weiterlesen

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Rechtsextremismus-Chronik 2013

… aus dem ersten FIPU-Band, nun online zugänglich.

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“Hausfrau und Teufelin”

in an.schläge I / 2016

BEATE ZSCHÄPE wird medial entweder als unbedarftes „Mädel“ oder als personifiziertes Böses inszeniert. Die Soziologin CHARLIE KAUFHOLD erklärt JUDITH GOETZ im Interview, was feminisierte Darstellungen mit deutschen Schuldabwehrstrategien zu tun haben. Weiterlesen

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Fuchsenstunde

Anmerkungen zum nicht ganz konfliktfreien Verhältnis von Burschenschaften und Polizeibehörden im Lauf der Geschichte. Lesen…

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Korporierte FPÖ-PolitikerInnen

Eine alles andere als vollständige, aber dennoch recht umfangreiche Übersicht inkl. Verbindungszugehörigkeit gibt es hier.

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Artikelsammlung „Ball & Burschen“

Kommentierte Übersicht zu mehr als drei Jahren Blogbegleitung des völkischen Verbindungswesens in Österreich. Ansehen…

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Von nah und fern

Anmerkungen zu Andreas Khols Strache-esquer Theologie der Nächsten-statt-Fernstenliebe und den Avancen des Blau-Schwarz-Veteranen im Allgemeinen gibt es hier.

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Das freiheitliche Magazin

Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungsphantasien & Co.: Der AULA-Jahrgang 2015 im Spiegel einiger Zitate. Lesen…

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»Neue« Rechte“

Fünf kurze Thesen zur Jungle World-Debatte um die Einstufung der “Identitären” und den Begriff “Neue Rechte”.

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Die ,,Volksgemeinschaft‘‘ bröckelt

erschienen in Progress 5/2015

Der Sammelband „Geschlechterreflektierte Pädagogik gegen Rechts“ versucht theoretische Überlegungen zum Zusammenspiel von Neonazismus, Pädagogik und Geschlecht mit pädagogischen Praxen in Beziehung zu setzen. Mitherausgeber Andreas Hechler spricht mit Judith Goetz über rechte Wortergreifungen gegen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt und den fehlenden Blick auf Opferperspektiven und Alternativen. Weiterlesen

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“Ich habe nichts gemacht, ich war nur in der Küche”

Statement des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus zur Einlassung Beate Zschäpes im NSU-Prozess am 9.12.2015 – hier lesen…

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„Rechte Frauen – Rechter Feminismus?“ – Interview mit Judith Goetz

Die Politik- und Literaturwissenschaftlerin Judith Goetz war am vorigen Mittwoch, den 4. November in Graz und hat im Frauenservice einen Vortrag mit dem Titel „Rechte Frauen – Rechter Feminismus?“ gehalten. genderfrequenz – sozialpolitisch, feministisch, unbeugsam! hat Judith Goetz vor dem Vortrag getroffen und ein Interview mit ihr geführt. Interview anhören

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„Überspitzt gesagt…“

Von erigierten Daumen und penetranten Faschismuskeulen: Impressionen zur Psychoanalyse der Freiheitlichen Partei Österreichs [work in progress]. Weiterlesen…

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„Ausländervolksbegehren“ II: der rechte Rand als Stichwortgeber der FPÖ

Wie schon das nativistische Original-Volksbegehren der Haider-FPÖ von 1993 greift auch die von Heinz-Christian Strache im ORF-Sommergespräch ventilierte Idee einer Neuauflage desselben ein Anliegen der außerparlamentarischen extremen Rechten auf, als deren Sprachrohr die FPÖ sich offenbar nach wie vor versteht. Weiterlesen…

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Anmerkungen zum aktuellen Verfassungsschutzbericht

Am Freitag präsentierte das Innenministerium den neuen Verfassungsschutzbericht. Die Zahl der Anzeigen von rechtsextremen Delikten ist 2014 geringfügig gestiegen. Das Kapitel zum Rechtsextremismus weist durchaus positive Ansätze und Neuerungen auf. Grundsätzliche Probleme bleiben jedoch weiterhin bestehen. Weiterlesen…

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Rassismus- oder Antisemitismuskritik?

Gastbeitrag von Julia Edthofer zum Zusammenhang von Islamismus und Antisemitismus und der „Pattstellung von Antisemitismus- und Rassismuskritik in antirassistischen Kontexten“ vor dem Hintergrund des islamistischen Terrors von Paris und Kopenhagen. Weiterlesen…

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Erklärungs-Bedarf

Gedanken zu Vergangenheit und Gegenwart des burschenschaftlichen Antisemitismus anlässlich eines wenig überzeugenden Distanzierungsversuchs. Weiterlesen…

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Entwöhnung tut not

20 Jahre nach Veröffentlichung des „Aufrufs zur Wachsamkeit“ wäre es hoch an der Zeit, ihm auch in Österreich Beachtung zu schenken. Aktualisierte Version eines FIPU-Diskussionsbeitrags von 2013 zur Auseinandersetzung mit der extremen Rechten in Medien und öffentlicher Debatte (vgl. hierzu auch unsere aktuelle Veranstaltung). Weiterlesen…

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Erster FIPU-Sammelband erschienen!

Es ist soweit: unser Erstlingswerk „Rechtsextremismus. Entwicklungen und Analysen“ (Mandelbaum Verlag) ist da. Nähere Infos zum im Mandelbaum-Verlag, erschienenen Buch gibt es hier. Eine Liste der bislang erschienenen Rezensionen findet sich hier.

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Teutonische Trilogie

Das Internetmagazin VICE hat sich einem herausfordernden Unterfangen gestellt, die Wiener Burschenschaft Teutonia über einen längeren Zeitraum begleitet und daraus eine ca. 25-minütige Dokumentation in 3 Teilen gestaltet. Diese bietet seltene Einblicke – und doch kaum Erkenntnis, die das politische (nicht persönliche) Wagnis von embedded journalism unter Burschenschaftern rechtfertigen würde. Weiterlesen…
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Preisfrage Kunschak

Anmerkungen zur Ambivalenz einer Ehrung – nebst unverbindlicher Preisempfehlung. Weiterlesen…

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Challenging Double Standards
A Call Against the Boycott of Israeli Art and Society

Gerne leiten wir einen Call weiter, der sich gegen den Boykott von israelischer Kunst sowie der israelischen Gesellschaft wendet. Weiterlesen
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„Es geht nicht um die Menschen“

Wien, 1961: Die Burschenschaft Olympia wird wegen ihrer Verwicklungen in den Südtirol-Terrorismus aufgelöst. Ein Interview von Marita Gasteiger mit der Politikwissenschaftlerin Judith Götz für das Nachrichten- und Communityportal für Südtirol Salto.bz. Weiterlesen
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Eilige Gedanken zu Ball, Verbot, Gewalt und Medien

Es ist „Akademikerball“-Woche, und alle Jahre wieder wird mehr über Demoansagen, -taktiken und -verbote diskutiert als über das Ereignis selbst. Weiterlesen…

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Sachen zum Lachen

Ein Hitler-Witze-reißender Rechtsextremismusforscher? Da seien CV und Burschenschafter vor. Über die Grenzen des guten Geschmacks (nicht nur) auf Twitter und das Interesse hinter konservativer Humorkritik. Weiterlesen…
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Für und wegen…

Bernhard Weidinger stellt die Menschen vor, denen er sein Buch über Burschenschaften gewidmet hat. Teil I: Willi Gugig, Erika Gugig, Leo Kuhn. Teil II: Anna und Rosa Redlinger. Teil III: Poldi Schnabl. Teil IV: Herta Reich.
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Was aus Wahnfried wurde

Harald Eisenmenger soll für die Generalprokuratur das Berufungsverfahren gegen den Akademikerball-Demonstranten Josef S. begleiten. Das ist ein Problem.
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Aus dem Innenleben einer Burschenschaft

Heribert Schiedel über Generalanwalt Eisenmengers (ehemaliges?) Corps Arminia Turicensis (Text von Anfang 2000). Weiterlesen…
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FIPU-Buchpräsentation und Publikumsdiskussion am 10.12.2014

Anlässlich des Erscheinens des ersten FIPU-Sammelbandes diskutieren Herausgeber_innen und Autor_innen mit Stefanie Mayer am 10.12.2014 im Depot. Weiterlesen…
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Warum Muslim_innen nicht die „neuen Juden“ sind

Carina Klammer

Seit in Deutschland in den letzten Wochen und Monaten in mehreren Städten Moscheen in Brand gesteckt wurden fühlen sich muslimische Communities zu Recht einmal mehr von der Mehrheitsgesellschaft allein gelassen. Laut Angaben des Bundesinnenministeriums wurden bis August dieses Jahres zwölf politisch motivierte Übergriffe auf Moscheen in Deutschland verübt und seit 2001 mehr als 300 muslimische Gotteshäuser angegriffen. Das Spektrum reicht von Hakenkreuzschmierereien über Morddrohungen gegen Imame bis hin zur Brandstiftung. Viele Muslim_innen bezweifeln, dass die Reaktionen derart dürftig ausgefallen wären, wenn nicht Moscheen sondern Synagogen gebrannt hätten. In derartigen Situationen ist die Rede von den Muslim_innen als den „neuen Juden“ schnell zur Hand und sie erfreut sich auch nicht nur unter diesen an Beliebtheit. Aber auch wenn die Intention des Vergleichs verschieden sein mag, seine antisemitische Struktur bleibt kritisierenswert. Weiterlesen…
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Kein Randproblem: Rechtsextremismus und die „Mitte der Gesellschaft“

Vor wenigen Tagen ist die neue an der Universität Leipzig durchgeführte Mitte-Studie erschienen, die rechtsextreme, rassistische, antisemitische und autoritäre Einstellungen in Deutschland untersucht. Aus diesem Anlass haben wir einige Daten von Studien in Österreich gesammelt. Weiterlesen…
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Zum Wiener Couleur(bummel)-Streit

Die Austria Presse Agentur hat Bernhard Weidinger (FIPU) zu den Auseinandersetzungen um den „Farbenbummel“ des Wiener Korporationsrings (WKR) interviewt. Der APA-Beitrag mit O-Tönen ist hier abrufbar – zu einer erweiterten Fassung des Interviews geht es hier…
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Buchankündigung: Burschenschaften und Politik in Österreich

Die Dissertation von FIPU-Mitglied Bernhard Weidinger erscheint diesen Herbst (2014) im Böhlau Verlag. Nähere Infos…
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Antifaschistische Idiotie und liberalkonservative Ignoranz

Ausgegraben: unveröffentlichter Kommentar von 2009 zu Michael Fleischhacker (damals PRESSE, heute nzz.at) und seiner eigenwilligen Problembestimmung in puncto Rechtsextremismus in Österreich. Weiterlesen...
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Dos & Don’ts im Umgang mit der („neuen“) extremen Rechten

Bislang unpubliziertes Interview mit Bernhard Weidinger (FIPU) zu vermeintlichen Neuerungen in der extremen Rechten und zu problematischen Aspekten der Reaktionen auf sie – vollständig zu lesen hier.
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„Die Mär vom rechten Heimchen“

Erschienen in progress-online

Die meisten verbinden mit rechten Frauen Mutterschaft, Heimchen am Herd und die Unterordnung unter den Mann. Doch diese Klischees entsprechen nicht der Wahrheit. progress online hat mit der Politikwissenschaftlerin Judith Götz über Frauen in rechten und rechtsextremen Organisationen sowie über die gesellschaftliche Rolle von Frauen im Nationalsozialismus gesprochen. Weiterlesen…
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„Don’t speak!“ – Ein Aufruf zum Boykott!

erschienen in fiber #24: boykott

Judith Goetz

Der Besuch deutschnationaler Mädelschafterinnen im Autonomen Zentrum Linz gibt Anlass, Umgangsformen mit rechten/rechtsextremen Frauen zu überdenken. Weiterlesen…
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„Macht kaputt, was euch kaputt macht?“

Anmerkungen zur Linksextremismusdebatte

erschienen in Unique 3/2014

Judith Goetz

„Extremismusdebatten“ sind spätestens seit der Berichterstattung über die vermeintlich linksextreme Gewaltbereitschaft im Zuge der Proteste gegen den rechtsextremen WKR-Ball auch in Österreich angekommen. Ein Blick auf die Wertvorstellungen linken und rechten/rechtsextremen Gedankengutes macht maßgebliche Unterschiede deutlich. Weiterlesen…
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„Wer nicht hüpft, der ist ein ….“

erschienen in Progress 3/14

In Zusammenhang mit Sport werden exkludierende Ideologien verbreitet. progress nimmt den Antisemitismus im österreichischen Fußball unter die Lupe.

Judith Goetz

In der medialen Rezeption von Fußball steht oft die nostalgische Verklärung von Fußballlegenden, Vereinen oder einzelnen Spielen im Vordergrund. Eine kritische Hinterfragung der antisemitischen Auswüchse dieser Sportart wird dabei meist verunmöglicht. Zwar verweisen manche Stimmen neben der Kommerzialisierung des Fußballs auch auf Problematiken wie Antisemitismus und Rassismus auf den Tribünen. Aber selbst ihnen fehlt die theoretische Einbettung von einzelnen Tatsachenberichten. Das Wesen des Antisemitismus bleibt somit meist unerkannt und seine Ursprünge bleiben unhinterfragt. Weiterlesen…
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Handout „Geschlechtersensible Sprache“

Aus aktuellem Anlass. Zur Weiterverwendung, gegebenenfalls in überarbeiteter Form: hier klicken.
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Die Awareness der „Alphas“

Erläuterungen und Überlegungen zu einer missglückten (Twitter-)Debatte am Rande des Wiener FemCamp um den Umgang mit sexualisierter Gewalt. Weiterlesen…
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Burschennacht in Eisenach

Die Wartburgstadt zur Burschentagszeit zu besuchen, also parallel zum Jahrestreffen des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft (DB), ist mit gewissen Risken und Nebenwirkungen verbunden. So kann es dem oder der Reisenden passieren, mit einem Wehrmachtsschlager als Ohrwurm die Heimreise antreten zu müssen. Ein Erlebnisbericht…
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[FAQ] Burschenschaften und 1848

Anlässlich des burschenschaftlichen „Fests der Freiheit“ beantwortet FIPU einige häufig gestellte Fragen bezüglich der „bürgerlichen Revolution“ von 1848 und der burschenschaftlichen Bezugnahme darauf. Weiterlesen…
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Zur Symbolliebe des Rechtsextremismus

Heribert Schiedel, erschienen in fiber #24

Dass extreme Rechte auch und vor allem mit Symbolen und Codes arbeiten, manche davon sogar der Linken entwendet haben, wird vielerorts zum Skandal oder gegenwärtigen Hauptproblem stilisiert. Dabei ist dieses Phänomen weder neu, noch stellt es eine Besonderheit dar. Weiterlesen…
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No balls, no game?

Geschlechterpolitiken im (österreichischen) Flag Football

Wer je einen flüchtigen Blick auf eine Partie der amerikanischen National Football League (NFL) oder ihres österreichischen Pendants (AFL) erhascht hat, wird American Football als geradezu archetypische Arena viriler Männlichkeit wahrnehmen: gestählte (oder jedenfalls schwere) Männerkörper prallen beständig aufeinander, alphamännliche Imponiergesten prägen das Bild zwischen den Spielzügen. Von Flag Football, auch geläufig als die „Speed-Variante“ des Spiels, wäre anderes zu erwarten, wird es doch – jedenfalls der Theorie nach – „körperlos“ betrieben… Weiterlesen
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Gegen Extremismus oder: Mit Sicherheit daneben

Problematik und Effekte des Extremismuskonzeptes

Matthias Falter

In Österreich wie in Deutschland ist die Extremismusformel fester Bestandteil staatlichen (Verwaltungs-)Handelns und der politischen Auseinandersetzung. Der Begriff Extremismus setzt dabei völlig Unterschiedliches qualitativ gleich (rechts = links) und, entpolitisiert auf diese Weise die Gefahren des Rechtsextremismus. Schließlich definiert er die ›politische Mitte‹ als Norm und Normalität – ungeachtet dessen, dass in dieser nachweisbar autoritäre und fremdenfeindlich Einstellungen verbreitet sind, die fließende Übergänge zum politisch rechten Rand bilden können. Matthias Falter analysiert die politische und wissenschaftliche Unmöglichkeit dieses Begriffes. Weiterlesen
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Out now: Burschenschaften & Südtirol/Alto Adige

Soeben erschienen: das Austrian History Yearbook XV (2014) mit einem Artikel von Bernhard Weidinger zur burschenschaftlichen Südtirolpolitik, zur burschenschaftlichen Beteiligung am Südtirolterror und allgemeinen Ableitungen zur völkischen Ethnopolitik.

Abstract & Artikel-Volltext
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Internationale des Deutschnationalismus?

Deutschnationale Burschenschaften in Chile

Judith Goetz

erschienen in Frauen*solidarität Nummer 127 (1/2014) Schwerpunkt: Maskulinismus

Im deutschsprachigen Raum sind Studentenverbindungen an beinahe allen Hochschulen vertreten. Diese elitären Männerbünde lassen sich jedoch nicht nur hierzulande antreffen, sondern beispielsweise auch in Chile, wo sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts Studenten zusammenfanden, um eine Burschenschaft nach deutschem Vorbild zu gründen. Weiterlesen
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Zwischen Sexualisierung und ­Verharmlosung

Der fragwürdige Umgang mit rechtsextremen Frauen

Judith Goetz

erschienen in Malmoe 66

Seit der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) und seine rassistisch motivierten Morde an mindestens zehn Menschen bekannt wurden, läuft die sensationsorientierte Berichterstattung über das deutsche Neonazi-Trio auf Hochtouren. Dass sich Beate Zschäpe im November 2011 den Behörden stellte und sich seit Mai letzten Jahres als Hauptangeklagte in einem Prozess zu verantworten hat, bot aber auch den (längst) notwendigen Anlass, sich erneut mit der Bedeutung von Frauen in der extremen Rechten auseinanderzusetzen. Weiterlesen
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Kein Podium für Rechtspopulist Lucke bei der „Bundeszentrale für politische Bildung“!

Fipu unterstützt die Stellungsnahme der antifaschistischen Zeitschrift der rechte rand bezüglich der Einladung des Vorsitzenden der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ (AfD) Bernd Lucke durch die „Bundeszentrale für politische Bildung“ zur Tagung „Europa auf der Kippe? Rechtspopulismus und Rechtsextremismus im Vorfeld der Europawahlen“ am 18. März in Köln. Weiterlesen
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Das Österreich-Verständnis der Parteien nach 1945

Von Nicolas Bechter und Carina Klammer
Österreich ist das einzige europäische Land, das seit den frühen 30er Jahren zwei verschiedene Faschismen nacheinander durchlebte. Dennoch wurde es von den alliierten Siegermächten nach dem militärischen Zusammenbruch des Nationalsozialismus vertraglich als »erstes Opfer« desselben deklariert. Das stellte nach dem Krieg äußerst schwierige Anforderungen an Vergangenheitsbewältigung bzw. –Verdrängung und an die Definition einer politisch-nationalen Identität. Der Beitrag verdeutlicht dies anhand der Selbstfindungsprozesse der politischen Hauptkräfte. Weiterlesen…
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Mädelsache Deutschnationalismus

Von Judith Goetz

erschienen in an.schläge März 2014

Mädelschaften haben zwar weniger Einfluss als ihre männlichen Kollegen, dürfen aber nicht unterschätzt werden.

Im deutschsprachigen Raum sind Studentenverbindungen an beinahe allen Hochschulen vertreten, aktuell gibt es rund 900 Studentenverbindungen mit etwa 150.000 Mitgliedern. Seitdem Frauen an den Universitäten zugelassen wurden, ist das Privileg, sich in elitären Zusammenschlüssen zu organisieren, jedoch nicht mehr ausschließlich Männern vorbehalten. Auch in Österreich existieren aktuell etwa dreißig Studentinnenverbindungen. Weiterlesen
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Mythologia Germanica

Die jüngsten Proteste gegen burschenschaftliche Ballveranstaltungen und das damit einhergehende Medieninteresse haben völkische Korporierte zu einer Reihe von Entgegnungen auf vermeintliche Fehlrepräsentationen veranlasst. Unverändert spiegeln sie die in völkischen Korporiertenkreisen vorherrschende Weigerung wider, auch unangenehme Erkenntnisse der seriösen Geschichtswissenschaft zu akzeptieren und vom Modus trotziger Apologie zu einer selbstkritischeren Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte im Allgemeinen (und jener zwischen 1930 und 1945 im Besonderen) überzugehen. Der Leserbrief von Wendelin Mölzer an die Zeitschrift PROFIL bildet hier keine Ausnahme. Eine Richtigstellung. Weiterlesen…
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Die Aula zur Krise der Deutschen Burschenschaft

Auf Veranlassung von Fred Duswald (Akademische Burschenschaft Danubia, München) verfasste der antisemitische Verschwörungsmystiker Gerhoch Reisegger[1] einen Text zur „Neuorientierung“ des durch mehrere Skandale im Zusammenhang mit neonazistischen Umtrieben und massenhaften Austritten arg gebeutelten Dachverbandes.[2] Als externen Faktor für die aktuelle Krise der Deutschen Burschenschaft (DB) macht Reisegger die „(Teil-)Wiedervereinigung“ und damit für (zu) viele Burschenschafter in Deutschland das Wegfallen eines gemeinsamen Zieles verantwortlich. Weiterlesen…
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Hände faltern

Nachdem Benedikt Narodoslawsky im Vorjahr die ÖH für ihre logistische Unterstützung der Proteste gegen den Akademikerball rüffelte, da sie damit ihr Mandat überschritten habe, legt er heuer (FALTER vom 22. 1. 2014) nach: im Grunde sei es nämlich generell „nicht gescheit …, gegen die FPÖ zu demonstrieren“, da der Protest sie zusammenschweiße und ihr die Stilisierung als Opfer erlaube, die sie in Sympathie und letztlich WählerInnenzuspruch umzumünzen verstehe. „Jeder Demonstrant, der seine Stimme erhebt, nützt der FPÖ.“ Ergo: Hände falten, Gosch’n halten. Nichts treffe die FPÖ härter, als „beinhart ignoriert“ zu werden. Weiterlesen…
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Der Ball, die Burschen und die Behörden

Fußnoten zum profil-Bericht (4/2014) über die Geschichte des völkischen Korporationsballs (WKR-Ball) in Wien und dessen Salonfähigkeit. Weiterlesen…
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Von der „Reinheit“ zur „Einheit“ – Geschlechterdilemma und Nationalsozialismus

Ein Bericht von der Buchpräsentation „Geschlechter- und Sexualitätsentwürfe in der SS-Zeitung Das Schwarze Korps. Eine psychoanalytisch-sozialpsychologische Studie“ mit dem Autor Sebastian Winter. Weiterlesen…
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Unsterbliche Hitler-Grüße

Im September 2011 begingen Unsterblich-Nazis den Tod eines „Kameraden“ mit einer Demonstration, die sie auch noch filmten. Die auf dem Video deutlich zu sehenden Hitler-Grüße wurden umgehend zur Anzeige gebracht. Jedoch wurden die Ermittlungen eingestellt. Weiterlesen…

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Zum Welser Objekt 21-Prozess

Ein Welser Geschworenengericht sprach Anfang November sieben führende und mehrheitlich einschlägig vorbestrafte Aktivisten der oberösterreichischen Neonazi-Gruppe Objekt 21 schuldig, zahlreiche Verstöße gegen das Verbotsgesetz begangen zu haben. Am Anfang des sich über vier Jahre hinziehenden Verfahrens stand wie so oft ein Zufallstreffer:

Neonazi Philip Tschentscher
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Härte und Habitus

Die Journalistin Kerstin Kellermann interviewte im Mai und im August 2013 Andreas Peham für die Zeitschrift Augustin. Das jüngste Gespräch behandelt die Opferstilisierungen von Kindern und Enkeln von NS-TäterInnen. Davor wurden Abwertung und Vernichtungswünsche von Rechtsextremen auf Obdachlose und „sozial Schwache“ thematisiert. Beide Interviews können nun auch hier nachgelesen werden. Weiterlesen…
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„Auf dem niederen Niveau der Vorjahre” – Einige kritische Anmerkungen zum aktuellen Verfassungsschutzbericht 2013

Am 10. September, drei Wochen vor den Nationalratswahlen, veröffentlichte das Innenministerium den Verfassungsschutzbericht 2013. Religiös motivierter Extremismus und Terrorismus, so das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, würden die größte Gefahr darstellen.* Dem Kapitel Rechtsextremismus werden im „allgemeinen Lagebild” knappe sieben Seiten gewidmet. Weiterlesen…

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Solidarität statt Rassismus

– Stellungnahme des Netzwerkes kritnet

Drei Wochen vor den Bundestagswahlen in Deutschland wurden Anfang September die Erkenntnisse des Untersuchungsausschusses zum NSU-Terror präsentiert und das Versagen der staatlichen Behörden dabei offiziell bestätigt. Obwohl im Zuge der Aufarbeitung der NSU-Morde eine gewisse Sensibilisierung gegenüber Rassismus im Nachhinein stattgefunden hat, bestehen rassistische Diskurse und Exklusionpraktiken in Politik, Behörden, Medien und Bevölkerung weiter fort. Flüchtlinge und Non-Citizens sind mit rassistischer Hetze auf der Straße konfrontiert und erfahren zunehmend Repression, wenn sie gegen Asylpolitik und Rassismus protestieren. Angesichts der Allgegenwart rassistischer Ausgrenzungspraktiken ruft das Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung (kritnet)* nun in einer breit unterstützten Stellungnahme zu “Solidarität statt Rassismus”  auf. Weiterlesen
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„Imaginationen des Untergangs. Zur Konstuktion antimuslimischer Fremdbilder im Rahmen der Identiätspolitik der FPÖ.“ Neuerscheinung von Carina Klammer

In ihrem neu erschienenen Buch rekonstruiert die Soziologin Carina Klammer Mechanismen der antimuslimischen Fremdbildproduktion und analysiert deren Stellenwert für Entwicklungen inner- sowie außerhalb der extremen Rechten. Weiterlesen…
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„Vom Trennungsopfer bis zum Frauenhausjäger“ – Die österreichische Väterrechtsbewegung macht mobil

Im März dieses Jahres titelten beinahe alle österreichischen Tageszeitungen damit, dass im vergangenen Jahr im Rahmen von Eingangskontrollen an österreichischen Gerichten 528 Schusswaffen und 49.037 Hieb- und Stichwaffen sichergestellt worden sind. Mit aller Deutlichkeit wurde in der Berichterstattung betont, dass vor allem an Bezirksgerichten, zu deren Zuständigkeit auch Obsorge- und Besuchsrechtsfälle zählen, auch unbewaffnete Besucher immer wieder für gefährliche Situationen, wie Gewalt- oder sogar Morddrohungen sowohl gegen Beteiligte im Verfahren, aber auch RichterInnen, sorgen würden. Wenngleich es gänzlich falsch wäre, diese Vorkommnisse der österreichischen Väterrechtsbewegung zuzuschreiben, zeigt sich doch, mit welcher Vehemenz und welchen Mitteln und Methoden Väter hierzulande versuchen, ihre Anliegen durchzusetzen bzw. wird das gesellschaftliche Klima deutlich, in dem sich die sogenannten Obsorgestreitigkeiten und -debatten, die bis heute maßgeblich von Väterrechtlern mitbestimmt worden sind, ausgefochten werden. Es stellt sich also die Frage, wie es um die österreichische Väterrechtsbewegung bestellt ist, wie sie ihre Anliegen durchsetzen kann und auf welche Unterstützung sie dabei auch aufbauen kann. Weiterlesen
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„Zum Verhältnis von Antisemitismus und Fußball in Österreich“

Ausgehend von der Annahme, dass Fußballmatches „die zentralen Werte unserer Gesellschaft in komprimierter Form sichtbar“ (1) machen, kann gesagt werden, dass Sportstadien lediglich einen örtlich eingegrenzten und zeitlich definierten Raum mit einem bestimmten Publikum darstellen, an welchem die konfliktreichen Auswüchse des gesamtgesellschaftlichen Geschehen ausgetragen werden. Sie können weder davon losgelöst betrachtet noch analysiert werden. Weiterlesen
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„Antifeminismus und Männerbündelei“

Der Diskurs um Antifeminismus und radikale Väterrechtler hat in den letzten Jahren noch weitgehend im Internet stattgefunden. In letzter Zeit findet der Diskurs zu diesen Themen aber zunehmend Platz in Mainstreammedien und in öffentlichen Veranstaltungen. In Linz referierten im Juni 2013 beispielweise die Literatur und Politikwissenschafterin Judith Goetz und Prof. Elisabeth Klaus von der Universität Salzburg zu den Themen „Antifeminismus und Männerbündelei“ (5.6) als auch zu „Antifeminismus  in und durch Medien“ (10.6).

Im folgenden Beitrag hören sie Ausschnitte aus den beiden Veranstaltungen.
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„Die Selbstverständlichkeit ist gestört“

Antifeminismus wird als Tabubruch inszeniert und von Medien begeistert aufgegriffen. Die Politikwissenschaftlerin Alexandra Weiss will Spaltungstendenzen mit einer notwendig solidarischen Politik begegnen. Ein Interview von JUDITH GOETZ
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„Wer soll eigentlich wo raus? Raus aus wo oder rein wohin?“

Am 23. Juni 2013 meldete sich „Islamophobie“-Forscher Farid Hafez zur Aussage vom Grünen Bundesrat Efgani Dönmez zu Wort. Hafez unterstellte Dönmez „Rassismus in Grün“, nachdem dieser auf Facebook über Erdogan-Anhänger_innen postete: „5000 One-Way-Tickets und keiner würde denen nachweinen…“. Im Rahmen der Kritik an den Anhänger_innen Erdogans würden laut Hafez Muslim_innen jedoch in „gute“ und „böse“ aufgeteilt. Wieder einmal verfehlt die „Islamophobie“-Forschung jedoch den wesentlichen Punkt. Ein weiterer Kommentar zur Causa Dönmez…
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Zum „grünen Rassismus“

Leserbrief und Nachtrag zu einem Kommentar von Farid Hafez in Sachen Dönmez/Pilz vs. Pro-Erdogan-Demonstrant_innen.

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Über die Zusammen- und Kurzschlüsse Europas „radikaler Rechter“

Für ihr 2013 erschienenes Buch Europas radikale Rechte – Bewegungen und Parteien auf Straßen und in Parlamenten reisten der Soziologe Martin Langebach und der Journalist Andreas Speit ein Jahr quer durch europäische Länder und besuchten unterschiedliche Orte, von Kundgebungen auf der Straße bis hin zum Europaparlament. Weiterlesen…
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Das beredte Schweigen der anti-political correctness

National-konservative Autor_innen bis hin zu Vertreter_innen der neuen Rechten kontextualisieren „political correctness“ im deutschsprachigen Raum häufig mit dem Schreckgespenst us-amerikanischer Verhältnisse. Was sie in der aufgeregten Beschreibung der „Totalität von Gedanken- und Sprachpolizei“ auslassen, ist der Umstand, dass der PC-Diskurs schon seit den späten 1980er Jahren vielfach von Neocons und neuen Rechten besetzt und umgedeutet worden war. Weiterlesen…
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In memoriam Ceija Stojka

Am 23. 5. 2013 wäre Ceija Stojka 80 Jahre alt geworden. Wir weisen auf den von Romano Centro – Verein für Roma aus diesem Anlass veranstalteten „Abend für Ceija Stojka“ hin (22. 5. 2013, 19h, Hofmannsthalgasse 2/2, 1030 Wien) und geben die Laudatio wieder, die Heribert Schiedel 2009 zur Verleihung des Ehrenprofessorinnentitels an die heuer verstorbene Antifaschistin und KZ-Überlebende gehalten hat.
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Die Bilder „der Beate“

Zum Beginn des NSU-Prozesses kritisiert das Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus erneut die Verharmlosung von Frauen in der extremen Rechten. Weiterlesen …

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Nachtrag zu frei.wild

Gegen den geplanten Auftritt der Deutsch-Rechtsrocker von frei.wild in Graz formiert sich zunehmend Widerstand. Darüber hinaus muss frei.wild sich nun auch mit Kritik von rechts außen herumschlagen. Weiterlesen …
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Über die Maßen befremdlich

Erst vor kurzem haben wir uns in einem Text mit der gesellschaftlichen Salonfähigkeit des Rechtsextremismus in Österreich auseinandergesetzt. Als ein Beispiel dafür, wie rechtsextreme Ideologeme über die vergangenen Jahrzehnte (erneut) in die gesellschaftliche „Mitte“ gerückt sind, haben wir den Begriff der „Überfremdung“ angeführt (und zu dessen Geschichte auf die Darstellung des DÖW verwiesen). Als hätte es noch eines Beleges bedurft, meldete sich Ende Jänner der Salzburger AK-Präsident Siegfried Pichler zu Wort. Weiterlesen…
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Mölzers Opfergang

Dass – so die Darstellung des Wiener Polizeipräsidenten Pürstl – freiheitliche Funktionäre „kurz vor dem Ball [der Wiener FPÖ und völkischen Studentenverbindungen am 1. 2. 2013, Anm.] in ein Lokal außerhalb der Sperrzone essen gehen, obwohl sie wissen, dass Tausende unterwegs sind, die mit dem Ball nicht einverstanden sind“ und „nicht, wie [mit der Polizei, Anm.] ausgemacht, mit dem Taxi oder der U-Bahn auf den freigehaltenen Routen zur Hofburg fahren, sondern mitten durch die Demonstranten spazieren“, lässt sich möglicher Weise über den (in Studentenverbindungen geformten) Männlichkeitsentwurf der Betreffenden erschöpfend erklären. Eher die eigene physische Integrität aufs Spiel zu setzen als Ausweichmanöver zu vollziehen, ist immerhin zentraler Inhalt der Mensur als Erziehungsinstrument. Weiterlesen…
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Medienberichte…

… zu aktuellen Entwicklungen in der Deutschen Burschenschaft (02./03. 01. 2013): SPIEGEL ONLINE und DiePresse.com berichten über die Vorsitzübernahme der Burschenschaft Teutonia Wien (mit Zitaten von Bernhard Weidinger).
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Weder frei, noch wild: Deutschrock aus Norditalien

von Heribert Schiedel

Die Erfolge der 2001 gegründeten Südtiroler Rechtsrockband Frei.Wild beweisen einmal mehr, dass und in welchem Ausmaß das kulturindustrielle Produkt „Rock“ mit konformistischen bis autoritären Einstellungen verbunden werden kann. Im Falle der vier Prollrocker aus Brixen/Bressanone kommen völkisch-nationalistische Momente dazu. Das Rebellische erschöpft sich bei Frei.Wild weitgehend in Treuschwüren gegenüber Deutschland und Hass auf den italienischen Staat – als „fremde“ Herrschaft. Aus inneritalienischer Perspektive wirkt der subkulturell-rebellische Habitus der Band weniger aufgesetzt als von außen betrachtet: deutsch-völkischer Nationalismus hat in Italien tatsächlich etwas Oppositionelles. Weiterlesen …
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Allianz versichert?

Kritische Anmerkungen zum Interview mit Anton Pelinka (DER STANDARD, 17. 10. 2012)

Einer „unheilige(n) Allianz (der) rechten und (der) linken Extremisten gegen Europa“ widmet sich das aktuelle Forschungsprojekt von Anton Pelinka, das dieser im STANDARD-Interview von letzter Woche präsentierte. Auch wenn Pelinka im Verlauf des Gesprächs allzu plumpen Parallelisierungen von rechtsextrem und linksradikal entgegentritt und seine wissenschaftlichen Verdienste außer Frage stehen, bleibt unseres Erachtens einiges an seine Aussagen zu kritisieren. Weiterlesen …