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FIPU – FORSCHUNGSGRUPPE IDEOLOGIEN UND POLITIKEN DER UNGLEICHHEIT 

Die `Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit´ (FIPU) ist ein loser Zusammenschluss von WissenschafterInnen in Österreich mit einem gemeinsamen Forschungsinteresse: der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichheit (Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus, Ableismus, usw.) und den sie tragenden politischen AkteurInnen. Zentraler Gegenstand ist dabei bislang die äußerste politische Rechte insbesondere, aber nicht ausschließlich, in Österreich. Dennoch definiert die Gruppe sich weniger über die extreme Rechte als Gegenstand als über die gemeinsame Klammer antiegalitärer Ideologien und Ideologeme, gleichgültig, ob diese `rechts´, `links´ oder in der politischen `Mitte´ auftreten.

FIPU ist auch auf Twitter , Facebook und derstandard.at (Userblog) präsent.

Impressum:

Medieninhaber*in, Hersteller*in, Herausgeber*in, Verleger*in, Redaktion:

Verein für kritische Politikwissenschaft, Garnisongasse 24/6, A-1090 Wien

Herstellungs- und Verlagsort: Wien, Österreich

Grundlegende Richtung: Angewandte Kritik der herrschenden Zustände

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Julia EDTHOFER (j.edthofer@fipu.at)

Studium der Soziologie in Wien, Madrid und Tel Aviv; Schwerpunkte Antisemitismus und Rassismus; Forschung in den Bereichen Migration und Mehrsprachigkeit; (ehem.) Mitglied der Forschungsgruppe KriMi (Kritische Migrationsforschung); Mitbegründerin der Lese- und Arbeitsgruppe „Postkoloniale Kritik und Postnazismus“; DaZ-Trainerin in der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung Wien, Artikel und Vorträge zu den Themenbereichen Rassismus- und Antisemitismuskritik.

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Matthias FALTER (m.falter@fipu.at)

Studium der Politikwissenschaft an der Universität Wien, 2008 – 2012 Projektmitarbeiter und Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, 2012/2013 BMWF Doctoral Research Fellow am Center for Austrian Studies an der University of Minnesota/Minneapolis. Dissertationsprojekt zum parlamentarischen Diskurs über Rechtsextremismus in Österreich seit 1999.

Arbeitsschwerpunkte:

Politische Theorie und Ideengeschichte, Österreichische Politik, Vergangenheitspolitik, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Holocaustleugnung, Antiamerikanismus

Ausgewählte Veröffentlichungen:

Matthias Falter (2012): Die christlichsoziale Modernisierung des Antisemitismus in Österreich am Beispiel der Zeitschrift „Freiheit“ (1895-1900) in: Michael Nagel (Hg.): Judenfeindschaft und Antisemitismus in der deutschen Presse über fünf Jahrhunderte: Erscheinungsformen, Rezeption, Debatte und Gegenwehr, Bremen. (Im Erscheinen)

Matthias Falter (2012): Was ist politisch? Eine mehrdimensionale Annäherung an Politik und das Politische“, in: Eva Kreisky/Marion Löffler/Georg Spitaler (Hg.Innen): Theoriearbeit in der Politikwissenschaft, Wien: facultas, 67-78.

Matthias Falter (2012): Antisemitische Fiktionen im Parlament. Konstruktionen von Verschwörungen und ihre inszenierte Aufdeckung, in: Institut für jüdische Geschichte Österreichs (Hg.): Juden und Geheimnis. Verborgenes Wissen und Verschwörungstheorien, 18-25.

Matthias Falter (2011): Critical Thinking Beyond Hufeisen. „Extremismus“ und seine politische Funktionalität, in: Forum für kritische Rechtsextremismusforschung (Hg.): Ordnung. Macht. Extremismus. Effekte und Alternativen des Extremismusmodells, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 85-101.

Matthias Falter (2009): Antisemitismus, in: Matthias Falter/Marion Löffler/Thomas Schmidinger/Veronika Schwediauer/Saskia Stachowitsch Hg.): Politik begreifen. 89 Begriffe um Eva Kreiskys Leben und Forschen, Wien: Braumüller, 9-12.

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Judith GOETZ (j.goetz@fipu.at)

Literaturwissenschafterin und Politikwissenschafterin. Seit 2001 zahlreiche Auslandsaufenthalte und soziale Tätigkeiten vor allem in Lateinamerika (Guatemala, Nicaragua, Argentinien, Venezuela), Mitglied der Redaktion Context XXI sowie der LICRA (Liga gegen Rassismus und Antisemitismus), Mauthausen-Außenlager-Guide, Trainerin, zahlreiche Artikel und Vorträge zu den Themenbereichen Rechtsextremismus, Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie zu feministischen/frauenpolitischen Fragestellungen. Lehraufträge an den Universitäten in Klagenfurt/Celovec, Salzburg und Wien.

Zuletzt veröffentlicht:
Goetz, Judith (2012): „Bücher gegen das Vergessen“. Klagenfurt/Celvoec: kitab-Verlag.
Goetz, Judith/Emanuely, Alexander/Wallerberger, Thomas [Hrsg.Innen] (2012): „EXIL. Literatur und Gedächtnis. Ein Lesebuch.“ Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2012.
„Holocaustliteraturkanon? Kanonbildung als Geschichte der Erinnerung und der Verdrängung.“ In: Goetz, Judith/Emanuely, Alexander [Hrsg.innen] (2011): „MÄRZ. Literatur und Gedächtnis. März 1938. Ein Lesebuch.“ Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2011.
„Formen der Erinnerung – Strategien gegen das Vergessen“ sowie „Macht mir dieses Land Deutsch!“ Nationalsozialistische Verfolgung und die Deportationen der Kärntner SlowenInnen. In: AK gegen den kärntner Konsens (2011): „Friede, Freude, deutscher Eintopf. Rechte Mythen, NS-Verharmlosung und antifaschistischer Protest.“ Wien: Mandelbaum-Verlag.

Feministische/Gender/Queer/Antisexismus Theorien sowie praxisbezogene Themen
Abtreibung in Europa und Lateinamerika
Antisemitismus und Fußball in Österreich
Burschenschafter
Mädelschaften/Damenverbindungen
Rechtsextremismus
Geschlechtersensible Rechtsextremismusforschung/- theorien
Männerrechtler
Kärntner SlowenInnen (in der deutschen Volksgemeinschaft)
(österreichische) Gedenkpolitiken/ Gedenkkultur
Holocaustliteratur

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Eva GRIGORI (e.grigori@fipu.at)
Jg. 1985, Studium der Germanistik, Gender Studies und Sozialen Arbeit in Göttingen, Wien und St. Pölten. Dozentin am Department Soziales der Fachhochschule St. Pölten mit den Lehr- und Forschungsschwerpunkten Soziale Diagnostik, Praxisforschung, Jugend, Methodik. Leitet dzt. ein Forschungsprojekt im Master Soziale Arbeit zu „Handlungskompetenzen Sozialer Arbeit in Umgang mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Fanatisierung“ gemeinsam mit Peter Pantucek-Eisenbacher. Vortragstätigkeit und Workshops zu Sozialer Arbeit, Jugendarbeit und Pädagogik im Umgang mit Rechtsextremismus, Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Radikalisierung.

Publikationen
Grigori, Eva (2016a): Die hilflose Profession. In: Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (Hg.): Rechtsextremismus. Wien, Mandelbaum, 175–195.
Grigori, Eva (2016b): Punitivität und Radikalisierung. In: Bakic, Josef / Diebäcker, Marc / Hammer, Elisabeth (Hg.): Aktuelle Leitbegriffe der Sozialen Arbeit. Ein kritisches Handbuch. Wien, Löcker, 176-189.
Grigori, Eva / Schulter, Bernd (2016): Elitäre Selbstinszenierung der »Ibster« In: der rechte rand. Nr. 163, Jg. 27, 28, issuu.com/derrechterand/docs/der-rechte…
Zirkowitsch, Maximilian (2016): „Training gegen Stammtischparolen reicht nicht“ – Interview mit Eva Grigori. In: Der sozialdemokratische Kämpfer. Nr. 4–5–6/2016, 16–17, http://www.freiheitskaempfer.at/wp-content/upl…

Radio: Malle, Tanja (2016): Biedermänner und Brandstifter. Strategien gegen Rechtsextremismus. Ö1 Radiokolleg. oe1.orf.at/artikel/442968

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Carina KLAMMER (c.klammer@fipu.at)

Jg. 1985, Wien. Soziologin
Dissertation (laufend): „Zum Verhältnis von Körper und Geist im Rahmen von Ideologien und Praxen der extremen Rechten im Postnazismus.“
WS 2013: „Film und Fernsehen I“ (Mitwirkende, Vorlesung/Übung von Maren Grimm, u.a. mit inhaltlicher Vertiefung zum Thema Film und Nationalsozialismus, Akademie der bildenden Künste Wien)
SS 2013/14: „Geschlecht gegen den (Schluss-)Strich denken. Vergeschlechtlichte Körper – Bilder im Postnazismus.“ (Lehrveranstaltung an der Akademie der bildenden Künste, Wien)

Monographien:
„Imaginationen des Untergangs – Zur Konstruktion antimuslimischer Fremdbilder im Rahmen der Identitätspolitik der FPÖ“ (2013, LIT Verlag)

Schwerpunkte:
feministische/queere Theorien und Geschlechterforschung
Rassismus/ Nationalismus und Gender, Antisemitismus im theoretischen und soziologischen Diskurs, Rechtsextremismus in den postnazistischen Staaten
(audio-)visuelle Medien

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Elke RAJAL (e.rajal@fipu.at)

Politikwissenschafterin. Zahlreiche Auslandsaufenthalte (Studium, soziale Tätigkeiten, Reisen) in Spanien, Zentralamerika, Israel, Südostasien usw. Trainerin in der Jugend- und Erwachsenenbildung, Mauthausen-Guide, Vorträge und Publikationen insbesondere zu den Themengebieten Holocaust Education, Antisemitismus, Vergangenheitspolitik/ Gedenkpolitik, NS-TäterInnenforschung und Endphaseverbrechen. Lehraufträge an der Universität Wien (Politikwissenschaft, Internationale Entwicklung).

Auswahl Publikationen:
Andreas Peham/ Elke Rajal (2012): Antisemitismus in Österreichs Klassenzimmern. Eine pädagogische Herausforderung. Online auf: http://www1.yadvashem.org/yv/en/education/languages/german/newsletter/03/peham_rajal.asp.

Elke Rajal (2011): Zur Geschichte und Lage der schulisch-pädagogischen Vermittlung der Shoah in Österreich, in: Emanuely, Alexander/ Götz, Judith (Hg.), März, Literatur & Gedächtnis, März 1938, Ein Lesebuch, Wien, S.18-27.
Andreas Peham/ Elke Rajal (2010): Erziehung wozu? Holocaust und Rechtsextremismus in der Schule, in: Stiftung DÖW (Hg.), Jahrbuch 2010, Wien, S.38-65.
Elke Rajal (2010): Erziehung nach/über Auschwitz. Holocaust Education in Österreich vor dem Hintergrund Kritischer Theorie, Diplomarbeit, Wien, März 2010. [Bislang unveröffentlicht]
Elke Rajal/ Johannes Kramer/ Daniel Binder (2009): Vergessene Opfer, in: Walter Manoschek (Hg.), Der Fall Rechnitz. Das Massaker an Juden im März 1945, Wien, S.111-145.

Themen
Antisemitismus
Holocaust Education
Vergangenheitspolitik/ Gedenkpolitik
Endphaseverbrechen und ihre Aufarbeitung
NS-TäterInnenforschung
Feministische Themen

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Heribert SCHIEDEL (h.schiedel@fipu.at)

Jg. 1967, Rechtsextremismusforscher im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), langjähriger Berichterstatter für das Stephen Roth Institute for the Study of Contemporary Antisemitism and Racism (Tel Aviv University); engagiert in der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich; seit 1993 intensive Vortrags- und Bildungstätigkeit im In- und Ausland

Forschungs- und Publikationsschwerpunkte:
Rechtsextremismus, Neonazismus, Antisemitismus und Rassismus, (männliche) Adoleszenz und (autoritäre) Gewalt, FPÖ und Burschenschaften; zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Beiträge u. a. für Context XXI, Jungle World, Antifa Infoblatt (Berlin), Der rechte Rand (Hannover) und (Auswahl):
Extreme Rechte in Europa. Wien 2011
Heiliger Hass. Zur rechtsextrem-iranischen Freundschaft, in: S. Grigat / S. D. Hartmann (Hg.): Der Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung. Innsbruck u.a. 2010
Phobie und Germanomanie. Funktionen des Männerbundes, in: ÖH (Hg.): Völkische Verbindungen. Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich. Wien 2009 (mit Sophie Wollner)
Gemeinschaftsbildung und Verfolgungswahn. Thesen zur Besonderheit des österreichischen Syndroms, in: S. Grigat (Hg.): Transformation des Postnazismus. Freiburg 2003
Jörg Haider, die FPÖ und der Antisemitismus, in: A. Pelinka / R. Wodak (Hg.): „Dreck am Stecken“. Politik der Ausgrenzung. Wien 2002 (mit Wolfgang Neugebauer)
„Wir Österreicher wählen, wen wir wollen!“ Haider und der österreichische Normalzustand, in: S. Jäger / J. Paul (Hg.): „Diese Rechte ist immer noch Bestandteil unserer Welt.“ Aspekte einer neuen konservativen Revolution. Duisburg 2001

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Bernhard WEIDINGER (b.weidinger@fipu.at, @bweidin)

Jg. 1982, Dr. phil., Studien der Politikwissenschaft und der Internationalen Entwicklung; Nachwuchspreis der österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft 2007, Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2010-2012, Visiting Scholar am Center for Right-Wing Studies der University of California at Berkeley 2013; Michael-Mitterauer-Preis 2014; Lehrtätigkeit am Institut für Politikwissenschaft und am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien. Diplomarbeit: Globales Lernen und Geschlecht (2007). Dissertation: Akademische Burschenschaften und Politik in Österreich nach 1945. Interviews, Kommentare & Expertisen u. a. für die Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Spiegel Online, Der Standard, Ö1, Deutschlandradio, ARD-Radio.

Forschungsschwerpunkte:
Extreme Rechte in Österreich in historischer Perspektive, Freiheitliche Partei Österreichs, Studentenverbindungen, universitäre bzw. akademische Rechte, Konservatismus, `linker´ Antisemitismus, neofaschistische und rechtsextreme Parteien und Bewegungen in Mittel- und Südosteuropa.

Publikationen (Auswahl):

„Im nationalen Abwehrkampf der Grenzlanddeutschen“. Akademische Burschenschaften und Politik in Österreich nach 1945. Wien: Böhlau 2015.
Rechtsextremismusforschung in Österreich: Personen, Institutionen, Zugänge und Defizite. Ein geraffter Überblick. In: FIPU (Hg.in, 2014): Rechtsextremismus. Entwicklungen und Analysen, Bd. 1. Wien: Mandelbaum.
Zwischen Kritik und konservativer Agenda: eine Verteidigung des Rechtsextremismusbegriffs gegen seine Proponent*innen. In: FIPU (Hg.in, 2014): Rechtsextremismus. Entwicklungen und Analysen, Bd. 1. Wien: Mandelbaum.
“… in order to Keep German Soil German”: Austrian Burschenschaften, Nationalist Ethnopolitics and the South Tirol Conflict after 1945 . Austrian History Yearbook, 45, pp 213-230.
Deutsche Burschenschaften in Österreich. In: Wolfgang Benz (Hg., 2012): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Bd. 5: Organisationen. Berlin: de Gruyter, 140-145.
Vom „Zusammenbruch“ zur „neuen Burschenherrlichkeit“. Zur Restauration des völkischen Studentenverbindungswesens in Österreich nach 1945. In: zeitgeschichte 2/2011, 88-107.
Ethno-Nationalismus und extreme Rechte in Europa: Themen, Strategien, Perspektiven. In: Gudrun Biffl (Hg.in, 2011): Migration & Integration 2. Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis. Bad Vöslau: Omninum, 171-181.
1968 und die Reaktion(en): Neuer akademischer Kulturkampf und rechter Richtungsstreit an österreichischen Universitäten um 1970. In: Max Livi/Daniel Schmidt/Michael Sturm (Hg., 2010): Die 1970er Jahre als schwarzes Jahrzehnt. Politisierung und Mobilisierung zwischen christlicher Demokratie und extremer Rechter. Frankfurt: Campus, 147-170.
Zum Verhältnis von Rassismus, Antisemitismus und Israelkritik. In: Bea Gomes/Andreas Hofbauer/Walter Schicho/Arno Sonderegger (Hg.Innen, 2008): Rassismus. Beiträge zu einem vielgesichtigen Phänomen. Wien: Mandelbaum, 227-255.