Termine

[Wolfsberg]6.8., 13h:Brauchen wir einen neuen Antifaschismus?

Workshop mit Judith Goetz

Beim Anteaters Sommerfest (@ Container25, Hattendorf 25A, 9411 Wolfsberg)

https://www.facebook.com/events/266809526984410/

Ausgehend von dieser Frage werden wir in einem mehrstündigen Workshop gemeinsam das Verhältnis antifaschistischer und antirassistischer Kämpfe hierzulande analysieren, Gründe für das Scheitern erörtern, der Kritik an den Leerstellen antifaschistischen Engagements Raum geben sowie uns mit Veränderungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Dabei wird es sowohl möglich sein, als Anfänger_in in das Thema einzusteigen als auch bereits vorhandenes Wissen aufzufrischen, sich auszutauschen sowie eigene und kollektive Strategien zu entwickeln.

 

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[Potsdam] 18.7.16: Tagung „AFD & FPÖ: Ein Vergleich“

(Mit Heribert Schiedel und Bernhard Weidinger.)

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Hier gehts zum Facebook-Event.

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[Leipzig] 27.6. Filmpräsi: Jedes Jahr Nie Wieder mit Vortrag von Judith Goetz

Jungle World und Cinémathèque Leipzig präsentieren:

Jedes Jahr Nie Wieder. Der Wiener Akademikerball und die Proteste dagegen.

https://www.facebook.com/events/822839974517643/

Montag / 27. Juni 2016 / 19.00 Uhr

Film: JEDES JAHR NIE WIEDER

Regie: Paul Buchinger, David Pilcher, Österreich 2015, Dok, 95 min, deutsche OF

Vortrag und Diskussion mit: Judith Goetz, Literatur- und Politikwissenschafterin aus Wien, Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politik der Ungleichheit (FIPU), Autorin von „Ausgetanzt! Eine kritische Bilanz der Proteste gegen den WKR-Ball“.

Moderation: Thorsten Mense

Manche werden sich noch an den Fall Josef S. aus Jena erinnern. Der 23-jährige Student war im Januar 2014 im Rahmen der Proteste gegen den rechtspopulistischen Wiener Akademikerball festgenommen und trotz fehlender Beweise wegen „Rädelsführerschaft“ zu 12 Monaten Haft verurteilt worden. Die Presse sprach damals von einem „kafkaesken Prozess“ und einem Justizskandal. Bis weit in bürgerliche Kreise hinein wurde scharfe Kritik an dem Vorgehen der österreichischen Polizei und Justiz geübt. Der Spiegel schrieb damals: »Prozess und Urteil zeigen dreierlei: Wie unzuverlässig der Zeugenbeweis ist. Wie wenig in Österreich reichen kann, um für Monate weggesperrt und wegen schwerer Straftaten verurteilt zu werden. Und wie groß die Vorurteile in Teilen der österreichischen Polizei und Justiz gegenüber Aktivisten sind, die sich links der Mitte verorten«. Noch während seiner Untersuchungshaft bekam Josef S. In Abwesenheit den 13. Preis für Zivilcourage der Stadt Jena verliehen. Josef S. Ist längst aus der Haft entlassen, der Wiener Akademikerball findet aber ebenso wie die großen Proteste dagegen weiterhin jedes Jahr statt.

Der Film Jedes Jahr Nie Wieder der beiden österreichischen Dokumentarfilmer Paul Buchinger, und David Pilcher beleuchtet ausführlich diese aktuell wohl umstrittenste Veranstaltung Österreichs, die alljährlich in der traditionsreichen Wiener Hofburg abgehalten wird. Die Filmemacher porträtieren die Schlüsselfiguren dieser Nacht, von der Antifa bis zur Burschenschaft, und fragen überdies in der Öffentlichkeit stehende Personen aus Politik, Kultur und Wissenschaft nach deren persönlicher Wahrnehmung zum Ball. Der Film folgt dabei einem chronologischen Ablauf: von der Anti-Akademikerball-Demonstration 2014 bis zu jener im Jahr 2015. In den Fokus rückt dabei auch der Fall Josef S. aus Jena und die an dem Prozess aufgezogene, vor allem medial geführte Gewaltdebatte. Darüber hinaus wird durch ein Portrait der Wiener Burschenschaft Libertas das ideologische Korsett des Balls als auch der Alltag deutschnationaler Verbindungsstudenten gezeigt, und damit der Kritik der WKR-GegnerInnen ein Gesicht gegeben. Der Wiener Akademikerball – ehemals WKR-Ball (für „Wiener Korporationsring“) – wird jedes Jahr im Januar von der rechtspopulistischen bzw. extrem rechten Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) organisiert. Er hat sich zu einem wichtigen internationalen Treffen völkischer Burschenschafter, neurechter Akteure und extrem rechter Parteien in Europa entwickelt. Seit 2008 gab es dagegen wachsende Proteste von antifaschistischen und linken Gruppen, aber auch von Gewerkschaften, Kirchen und Parteien, an denen bis zu zehntausend Menschen aus dem In-und Ausland teilnahmen. Stadt und Polizei reagierten darauf vor allem mit Repression, u.a. 2014 mit einem viel kritisierten allgemeinen Platzverbot für weite Teile der Innenstadt. Im Laufe der Demonstrationen 2014 kam es am Abend zu teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei sowie zahlreichen Sachbeschädigungen.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung Jungle World und The Future is unwritten

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[Wien] 4. Juni, 10-17h: Workshop „Rechtsextremismus als pädagogische Herausforderung“

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[Wien] 25.4., 19h: Soziale Arbeit und Extremismusprävention

Depot, 1070 Wien, Breite Gasse 3

Die Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU) hat kürzlich den Sammelband „Rechtsextremismus – Band 2: Prävention und politische Bildung“ herausgegeben [http://www.mandelbaum.at/books/806/7664/]. Anhand ausgewählter Beiträge diskutieren wir an diesem Abend die Frage, was Soziale Arbeit zur Extremismusprävention beitragen kann und soll. Heribert Schiedel erörtert die Ausgangslage und Ziele des Bandes, Eva Grigori skizziert ihre Kritik an Sozialer Arbeit im Umgang mit Rechtsextremismus und Fabian Reicher hinterfragt die Rede von der „Deradikalisierung“ Jugendlicher.

Am Podium:

Eva Grigori, Jugendarbeiterin (Multikulturelles Netzwerk) & Lehrende an der FH St. Pölten.

Fabian Reicher, Sozialarbeiter (Back Bone – Mobile Jugendarbeit 20) & Mitarbeiter der

Beratungsstelle Extremismus

Heribert Schiedel, Rechtsextremismusforscher (Dokumentationsarchivdes österreichischen Widerstandes – DÖW) & Mitherausgeber des FIPU-Bandes

Moderation: Josef Bakic (kriSo/FH Campus Wien)

Eine Kooperationsveranstaltung von kriSo (kritische soziale Arbeit), depot und FIPU

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[Wels]28.4.: Buchpräsentation “Rechtsextremismus – Prävention und politische Bildung”

Eine Veranstaltung vom Infoladen Wels und der Antifa Wels
Wann: Donnerstag, 28.4.2016, 19 Uhr
Wo: Medienkulturhaus Wels (Galerie)

Die Wiener Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit hat vor kurzem ihr zweites Buch vorgelegt. Wie im Vorgänger von 2014 geht es um Rechtsextremismus – diesmal unter dem besonderen Aspekt der Bildungs- und Präventionsarbeit. Diese wird von den Autor*innen des Bandes aus Sozialarbeit und Wissenschaft unter verschiedenen Gesichtspunkten, aber stets auf gesellschaftskritischer Grundlage verhandelt.

Infos zur Herausgeberin:
Die “Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit” (FIPU) ist ein loser Zusammenschluss von Wissenschafter_innen in Österreich mit einem gemeinsamen Forschungsinteresse: der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichheit und den sie tragenden politischen
Akteur_innen. Im Dezember 2014 erschien “Rechtsextremismus. Entwicklungen und Analysen. Band 1” bei “mandelbaum kritik & utopie”.
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[Wien]29.4.,18h30 Podiumsdiskussion Politische Bildung und Prävention

http://www.univie.ac.at/strv-geschichte/index.php?site=1&lang=de

FIPU-Filmscreening

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[Sbg]29.4.: Stoppt die Rechten: in der Gemeinde, am Stammtisch – überall

Workshop mit Karl Öllinger und Judith Goetz

https://salzburg.gbw.at/salzburg/veranstaltungen/ereignisansicht/event/stoppt-die-rechten-in-der-gemeinde-am-stammtisch-ueberall/

Ort: Unipark Nonntal, Raum 1.008

Zeit: 14:00 – 17:00

Eine Veranstaltung der Jungen Grünen Salzburg und der Grünen Bildungswerkstatt Salzburg.Teilnahme kostenfrei!

Phrasen wie „das Boot ist voll“ oder die Bezeichnung von Menschen als „Ungeziefer“, das Gerede von „dem Volk“ – das alles kommt nicht nur in der Rhetorik von Neonazis vor, nein auch im Alltag verwenden (oft, aber nicht nur) rechte PolitkerInnen, solche Phrasen.

In einem mehrstündigen Workshop stehen einerseits Fragen im Vordergrund, wer und welche Äußerungen in Österreich aktuell überhaupt als rechtsextrem bezeichnet werden können und was bedeutet es mit Rechten in Dialog zu treten? Andererseits sollen gemeinsam Möglichkeiten erarbeitet werden, sowohl rechtlich als auch auf individueller sowie politisch-gesellschaftlicher Ebene gegen rechtes Gedankengut vorzugehen. Anhand von Beispielen, die auf der Plattform Stoppt die Rechten gesammelt werden, werden zudem in diesem Workshop ideologische Hintergründe von rechten Stehsätzen, Symbolen und Slogans vermittelt.

Workshop-Leitung:

* Karl Öllinger (Rechtsextremismus-Experte, Stoppt die Rechten, Nationalratsabgeordneter)

* Judith Goetz (Politikwissenschaftlerin, forscht und arbeitet zu Gedenkpolitik, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Geschlecht, Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit: http://www.fipu.at)

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[Sbg]30.4.Buchpräsentation Rechtsextremismus – Prävention und politische Bildung

https://infoladensalzburg.wordpress.com/2016/04/18/buchpraesentation-am-sa-30-4-2016/

Wann: Samstag, 30. April 2016 um 19 Uhr

Wo: Infoladen Salzburg, Lasserstrasse 26

in Kooperation mit dem flit*z:

Buchpräsentation: Rechtsextremismus – Prävention und politische Bildung

Die extreme Rechte ist im Aufwind – abzulesen an rechtsextremen Wahlerfolgen, erfolgreichen rassistischen Mobilisierungen und grassierender Hate Speech im Internet. Entwicklungen wie diese verleihen der Frage Nachdruck, wie Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegengewirkt werden kann. Kann politische Bildung je mehr als Symptombekämpfung sein? Welche Art von Bildung wird dahingehend gebraucht und welche sozialen Kontexte hat sie zu berücksichtigen?

Im Anschluss an Grundlagentexte zu Geschichte, gesellschaftlichen Beschränkungen und zur Geschlechterdimension politischer Bildung, zur Ideologiekritik und zu Grundlinien wirksamen pädagogischen Handelns gegen Rassismus und Antisemitismus widmet sich der Band verschiedenen Spezialaspekten der Bildung »gegen Rechts«: von ihren Orten (Gedenkstätten, soziale Arbeit) und Medien (Kinder- und Jugendbuch) bis hin zu spezifischen Herausforderungen in Zeiten von Deradikalisierungseifer und besorgter Bürgerlichkeit. Bei der Buchpräsentation stellen Herausgeberinnen und Autorinnen Judith Goetz und Karin Kuchler ihre Beiträge vor.

Infos zur Herausgeberin:
Die “Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit” (FIPU) ist ein loser Zusammenschluss von Wissenschafter_innen in Österreich mit einem gemeinsamen Forschungsinteresse: der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichheit und den sie tragenden politischen Akteur_innen. Im Dezember 2014 erschien “Rechtsextremismus. Entwicklungen und Analysen. Band 1” bei “mandelbaum kritik & utopie”.

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[St.Johann]30.4.: Stoppt die Rechten: in der Gemeinde, am Stammtisch – überall

Workshop mit Karl Öllinger und Judith Goetz

https://salzburg.gbw.at/salzburg/veranstaltungen/ereignisansicht/event/stoppt-die-rechten-in-der-gemeinde-am-stammtisch-ueberall-kopie/

Ort:
St. Johann im Pongau (BSB, Hauptstraße 66)
Zeit:
13:00 – 16:00

 

Eine Veranstaltung der Jungen Grünen Salzburg und der Grünen Bildungswerkstatt Salzburg.

Teilnahme kostenfrei!

Phrasen wie „das Boot ist voll“ oder die Bezeichnung von Menschen als „Ungeziefer“, das Gerede von „dem Volk“ – das alles kommt nicht nur in der Rhetorik von Neonazis vor, nein auch im Alltag verwenden (oft, aber nicht nur) rechte PolitkerInnen, solche Phrasen.     In einem mehrstündigen Workshop stehen einerseits Fragen im Vordergrund, wer und welche Äußerungen in Österreich aktuell überhaupt als rechtsextrem bezeichnet werden können und was bedeutet es mit Rechten in Dialog zu treten? Andererseits sollen gemeinsam Möglichkeiten erarbeitet werden, sowohl rechtlich als auch auf individueller sowie politisch-gesellschaftlicher Ebene gegen rechtes Gedankengut vorzugehen. Anhand von Beispielen, die auf der Plattform Stoppt die Rechten gesammelt werden, werden zudem in diesem Workshop ideologische Hintergründe von rechten Stehsätzen, Symbolen und Slogans vermittelt.

Workshop-Leitung:

* Karl Öllinger (Rechtsextremismus-Experte, Stoppt die Rechten, Nationalratsabgeordneter)

* Judith Goetz (Politikwissenschaftlerin, forscht und arbeitet zu Gedenkpolitik, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Geschlecht, Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit: http://www.fipu.at)

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[Wien] 3.5., 19h Buchpräsentation: “RECHTSEXTREMISMUS: PRÄVENTION UND POLITISCHE BILDUNG”

Dienstag, 3. Mai 2016, 19 Uhr, im Republikanischen Club – Neues Österreich (Im Republikanischen Club – Neues Österreich, Rockhgasse 1, 1010, Eingang Café Hebenstreit, www.repclub.at):

Buchpräsentation: “RECHTSEXTREMISMUS – BAND 2: PRÄVENTION UND POLITISCHE BILDUNG” (Mandelbaum Verlag)

Mit den Autor_innen und Herausgeber_innen: Judith GOETZ, Heribert SCHIEDEL und Bernhard WEIDINGER.

Die extreme Rechte ist im Aufwind – abzulesen an rechtsextremen Wahlerfolgen, erfolgreichen rassistischen Mobilisierungen und grassierender Hate Speech im Internet. Entwicklungen wie diese verleihen der Frage Nachdruck, wie Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegengewirkt werden kann. Kann politische Bildung je mehr als Symptombekämpfung sein? Welche Art von Bildung wird dahingehend gebraucht und welche sozialen Kontexte hat sie zu berücksichtigen?

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[Wien]9.5. Buchpräsentation: Rechtsextremismus: Prävention und politische Bildung

Wann: 9.5., 19h30

Wo: Medienwerkstatt, EKH, 2. Stock, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien

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[Graz]9.5. Aktionstage Politische Bildung: “Rechtsextremismus – Prävention und politische Bildung” (Präsentation)

Präsentation und Diskussion der aktuellen Publikation der “Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit”

Wann? 09.05.2016, 18.00 – 19.30 Uhr

Wo? Karl-Franzens-Universität Graz, HS 47.01, Heinrichstraße 78 A, 8010 Graz
Veranstalter_in: _erinnern.at_ Netzwerk Steiermark in Kooperation mit Centrum für Jüdische Studien und Institut für Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz

Referent_innen: Karin Kuchler, Heribert Schiedel

Die extreme Rechte ist im Aufwind – abzulesen an rechtsextremen Wahlerfolgen, erfolgreichen rassistischen Mobilisierungen und grassierender Hate Speech im Internet. Entwicklungen wie diese verleihen der Frage Nachdruck, wie Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegengewirkt werden kann. Kann Politische Bildung je mehr als Symptombekämpfung sein? Welche Art von Bildung wird dahingehend gebraucht und welche sozialen Kontexte hat sie zu berücksichtigen?

Im Anschluss an Grundlagentexte zu Geschichte, gesellschaftlichen Beschränkungen und zur Geschlechterdimension Politischer Bildung, zur Ideologiekritik und zu Grundlinien wirksamen pädagogischen Handelns gegen Rassismus und Antisemitismus widmet sich der Band verschiedenen Spezialaspekten der Bildung “gegen Rechts”: von ihren Orten (Gedenkstätten, soziale Arbeit) und Medien (Kinder- und Jugendbuch) bis hin zu spezifischen Herausforderungen in Zeiten von Deradikalisierungseifer und besorgter Bürgerlichkeit.

FIPU (Hg.), Rechtsextremismus – Band 2: Prävention und politische Bildung, Mandelbaum: Wien 2016, 272 Seiten.

Weitere Informationen:

www.mandelbaum.at/books/806/7664

Twitter @fipu_at @doew_at @mat_fal @bweidin @nicobechter @kukarina

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[Wien] 15.4.: Predstavitev knjige // Buchvorstellung des zweiten FIPU-Bandes „Rechtsextremismus: Prävention und politische Bildung“

Facebook-Seite zur Veranstaltung

Wann: 15.4., 19.30h

Wo: Klub slovenskih študentk in študentov na Dunaju (KSŠŠD), Mondscheingasse 7, 1070

Skrajna desnica se dviga – to vidimo ob uspehu skrajno desnih strank pri volitvah, uspešni rasistični mobilizaciji in sovražnem govoru v internetu.
Ob takšnih razvojih se pojavi vprašanje, kako bi lahko zaustavili širitev skrajno desnega ekstremizma in sovraštva med prebivalstvom. Je politična izobrazba lahko več kot samo boj proti simptomom? Kakšno izobraževanje rabimo in kakšne socialne kontekste moramo upoštevati?

Skupina Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU) bo predstavila svojo novo knjigo o prevenciji skrajno desnega ekstremizma.

Predavanje v nemškem jeziku podpira ÖH Uni Wien.

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[Berlin] 14.4.2016, 20h: „Freiheitliche Abendlandrettung“ – Zum Verhältnis von Burschenschaften und der FPÖ in Österreich

– Vortrag und Diskussion mit Judith Goetz

https://www.facebook.com/SputniksBerlin/

Wo: Zielona Gora, Grünbergerstr. 73, 10245 Berlin (U-Bhf. Samariterstrasse)
Wann: 14.4.2016, 20h

Eine Analyse der FPÖ kommt nicht darum herum, die Bedeutung deutschnationaler Burschenschafter in der Partei zu unterstreichen, die sowohl als akademisches Rückgrat der Partei dienen als auch als Personalreservoir. Gleichzeitig fungieren deutschnationale Burschenschafter in Österreich auch als Kaderstätte und Verbindungsglied zwischen legal organisiertem Rechtsextremismus und der militanten Neonaziszene. So sind zahlreiche Nationalratsabgeordnete der FPÖ Alte Herren von Burschenschaften und es lässt sich auch sonst kaum ein namhafter Ideologe des österreichischen Neonazismus antreffen, der nicht dem korporierten Milieu entstammt.

Im Vortrag soll daher einerseits der androkratische wie auch der rechtsextreme Charakter der FPÖ am Beispiel der in der Partei kultivierten Ablehnung des Demokratischen, der Relevanz deutschnationaler Burschenschafter sowie des Antisemitismus aufgezeigt werden. Andererseits soll auch die Bedeutung der FPÖ für die europaweite Vernetzung rechter/rechtsextremer Parteien in den Fokus gerückt werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Rolle der FPÖ als Vordenkerin und Wegbegleiterin aktueller antimuslimisch-rassistischer Debatten gelegt.

Judith Goetz ist Literatur- und Politikwissenschafterin sowie Mitglied der Forschungsgruppe FIPU (www.fipu.at), sowie Vizeobfrau der LICRA (Liga gegen Rassismus und Antisemitismus), Mauthausen-Außenlager-Guide,(Gruppen-)Trainerin, zahlreiche Artikel und Vorträge zu den Themenbereichen Rechtsextremismus, Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie zu feministischen/frauenpolitischen Fragestellungen. Lehraufträge an den Universitäten in Klagenfurt/Celovec, Salzburg und Wien.

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[Graz] 8.4.: „Lernen S‘ ein bisschen Geschichte“ – Diskussion zum aktuellen Umgang mit Geschichtswissen in den Medien

Facebook-Seite zur Veranstaltung

Wann: 8.4., 19h

Wo: Café Harrach, Graz

Ankündigungstext der VeranstalterInnen:

Dieser berühmte ‚Sager‘ von Bruno Kreisky zu einem Redakteur gehört zur österreichischen Zeitgeschichte, wie eine vernünftige Quellenrecherche zu gutem Journalismus. Doch wie ist es mit der Sorgfalt rund um Geschichtswissen und ethischer Prinzipien heute in unseren Medien bestellt?
Halten sich Berichterstattungen an gewisse Gütekriterien, oder zählt die Auflage mehr, als die Adäquanz?
Zu dieser Thematik möchten wir alle Studierenden herzlich am kommenden Freitag, den 8. April um 19:00 ins Café Harrach einladen.

Es erwartet euch eine hochkarätige Diskussionsrunde:

Fritz Hausjell: Medienwissenschaftler am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien

Bernhard Weidinger: Politikwissenschaftler und Mitarbeiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes

Moderation: Sascha Ferz: Professor am Institut für öffentliches Recht und Politikwissenschaft an der Universität Graz

Wir hoffen, dass es in der gemütlichen „Wohnzimmeratmosphäre“ des Café Harrach zu einer guten Diskussion kommt, und freuen uns über zahlreiches Erscheinen!

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[Wien] 6.4.: Buchpräsentation: „Rechtsextremismus – Prävention und politische Bildung

http://queer.raw.at

Wann: 6.4., 19h

Wo: que[e]r Beisl, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

Die Wiener Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit hat vor kurzem ihr zweites Buch vorgelegt. Wie im Vorgänger von 2014 geht es um Rechtsextremismus – diesmal unter dem besonderen Aspekt der Bildungs- und Präventionsarbeit. Diese wird von den Autor*innen des Bandes aus Sozialarbeit und Wissenschaft unter verschiedenen Gesichtspunkten, aber stets auf gesellschaftskritischer Grundlage verhandelt. Drei der Herausgeber*innen stellen den Band vor und beantworten Fragen. Buchpräsentation mit Herausgeberinnen

Leider ist die W23 das Gegenteil von barrierefrei: Sie ist nur ueber steile Treppen zu erreichen und auch die WCs sind nicht rolli-tauglich. Wir koennen dafuer keine befriedigende Loesung anbieten. Nicht-bauliche Barrieren bemuehen wir uns abzubauen (z.B. sprachlicher Art), muessen aber zugeben, dass wir dabei auf Ressourcen-Grenzen sowie auf Barrieren in unseren Koepfen stossen. Wenn der Zugang fuer euch schwierig ist,   bitten wir euch, mit uns in Verbindung zu treten, damit wir uns gemeinsam Moeglichkeiten ueberlegen koennen:

Twitter: http://twitter.com/dasqueer   W23-Blog: http://wipplinger23.blogspot.com/

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[Wien] 15.3.: Buchpräsentation: „Rechtsextremismus – Band 2: Prävention und politische Bildung“

buchpräsi

http://www.oeh.univie.ac.at/aktuelles/termine/buchpraesentation-rechtsextremismus-band-2-praevention-und-politische-bildung

https://de-de.facebook.com/events/837728656335870/

Mit Autor_innen und Herausgeber_innen Judith Goetz, Carina Klammer, Karin Kuchler und Fabian Reicher
Moderation: Fanny Rasul

Wann: am 15. März um 19 Uhr
Wo: Hörsaal III im Neuen Institutsgebäude (Universitätsstraße 7) 

Die extreme Rechte ist im Aufwind – abzulesen an rechtsextremen Wahlerfolgen, erfolgreichen rassistischen Mobilisierungen und grassierender Hate Speech im Internet. Entwicklungen wie diese verleihen der Frage Nachdruck, wie Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegengewirkt werden kann. Kann politische Bildung je mehr als Symptombekämpfung sein? Welche Art von Bildung wird dahingehend gebraucht und welche sozialen Kontexte hat sie zu berücksichtigen?

Im Anschluss an Grundlagentexte zu Geschichte, gesellschaftlichen Beschränkungen und zur Geschlechterdimension politischer Bildung, zur Ideologiekritik und zu Grundlinien wirksamen pädagogischen Handelns gegen Rassismus und Antisemitismus widmet sich der Band verschiedenen Spezialaspekten der Bildung »gegen Rechts«: von ihren Orten (Gedenkstätten, soziale Arbeit) und Medien (Kinder- und Jugendbuch) bis hin zu spezifischen Herausforderungen in Zeiten von Deradikalisierungseifer und besorgter Bürgerlichkeit.

Der Band schließt thematisch an den 2014 erschienenen FIPU-Erstling „Rechtsextremismus: Entwicklungen und Analysen“ an.

Infos zur Herausgeberin:
Die “Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit” (FIPU) ist ein loser Zusammenschluss von Wissenschafter_innen in Österreich mit einem gemeinsamen Forschungsinteresse: der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichheit und den sie tragenden politischen
Akteur_innen. Im Dezember 2014 erschien “Rechtsextremismus. Entwicklungen und Analysen. Band 1” bei “mandelbaum kritik & utopie”.

Link zum FIPU-Blog: https://forschungsgruppefipu.wordpress.com/

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[Sbg]25.1., 19h Vortrag mit Judith Goetz: „Vergemeinschaftet durch das Abverlangen von Standhalten und Beherrschung“

– Männerbund, Mensur und Antifeminismus bei deutschnationalen Burschenschaften

Judith Goetz*

Deutschnationale Burschenschafter fungieren in Österreich sowohl als Sammelbecken für parteiförmig organisierte Rechtsextreme (FPÖ Funktionäre) als auch als Anhänger der militanten Neonazi-Szene und sichern sich durch ihre Männerseilschaften Einfluss, Posten und Privilegien. Die burschenschaftliche Organisation selbst baut dabei auf einer Trias auf, deren Säulen ideologisch aufeinander bezogen und zutiefst antifeministisch und sexistisch konzeptioniert sind. Neben dem völkischen Nationalismus und dem männerbündischen Prinzip vervollständigen Brauchtumsformen wie das in burschenschaftlichen Kreisen kultivierte Mensurwesen diese Trias. So dient der Männerbund und die dahinter stehenden Vorstellungen biologistisch argumentierter Geschlechterdifferenz als sexistisches Ordnungskonzept, das die vermeintlich „natürliche“ Geschlechtertrennung und zwischenmenschliche Beziehungen im Allgemeinen regelt. Auch die ideologische wie auch politische, antifeministische Agenda deutschnationaler Burschenschaftern zielt nicht selten auf die Renaturalisierung, also die „Wiederherstellung“ einer vermeintlich „natürlichen“ Geschlechterordnung ab. Dieses strikt duale Geschlechtermodell erfüllt dabei bestimmte Funktionen, wie beispielsweise Einflüsse von vermeintlicher Weiblichkeit aus der Sphäre des Politischen, des Männerbundes oder auch der Gesellschaft fernzuhalten.

Im Vortrag mit anschließender Diskussion soll der burschenschaftliche Antifeminismus vor dem Hintergrund der Prinzipien des Männerbundes und dem Wesen der Mensur näher beleuchtet werden.

Montag, 25.01.2016, 19 Uhr
Georg-Eisler-Hörsaal (HS3) im Unipark Nonntal, Erzabt-Klotz-Str. 1, 5020 Salzburg

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem GendUp, der StV Geschichte und dem flit*z Salzburg statt.
Der Eintritt ist frei, der Hörsaal ist barrierefrei zugänglich.

*Judith Goetz ist Literatur- und Politikwissenschafterin sowie Mitglied der Forschungsgruppe FIPU (www.fipu.at), sowie Vizeobfrau der LICRA (Liga gegen Rassismus und Antisemitismus), Mauthausen-Außenlager-Guide, (Gruppen-)Trainerin, zahlreiche Artikel und Vorträge zu den Themenbereichen Rechtsextremismus, Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie zu feministischen/frauenpolitischen Fragestellungen. Lehraufträge an den Universitäten in Klagenfurt/Celovec, Salzburg und Wien.

Facebook-Link zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/444840212391959/

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[Wien]26.1., 18h, Vortrag mit Judith Goetz über Männerbund, Mensur und Antifeminismus

Deutschnationale Burschenschafter fungieren in Österreich sowohl als Sammelbecken für parteiförmig organisierte Rechtsextreme (FPÖ Funktionäre) als auch als Anhänger der militanten Neonazi-Szene und sichern sich durch ihre Männerseilschaften Einfluss, Posten und Privilegien. Die burschenschaftliche Organisation selbst baut dabei auf einer Trias auf, deren Säulen ideologisch aufeinander bezogen und zutiefst antifeministisch und sexistisch konzeptioniert sind.

Neben dem völkischen Nationalismus und dem männerbündischen Prinzip vervollständigen Brauchtumsformen wie das in burschenschaftlichen Kreisen kultivierte Mensurwesen diese Trias. So dient der Männerbund und die dahinter stehenden Vorstellungen biologistisch argumentierter Geschlechterdifferenz als sexistisches Ordnungskonzept, das die vermeintlich “natürliche” Geschlechtertrennung und zwischenmenschliche Beziehungen im Allgemeinen regelt.

Auch die ideologische wie auch politische, antifeministische Agenda deutschnationaler Burschenschaftern zielt nicht selten auf die Renaturalisierung, also die “Wiederherstellung” einer vermeintlich “natürlichen” Geschlechterordnung ab. Dieses strikt duale Geschlechtermodell erfüllt dabei bestimmte Funktionen, wie beispielsweise Einflüsse von vermeintlicher Weiblichkeit aus der Sphäre des Politischen, des Männerbundes oder auch der Gesellschaft fernzuhalten.

Im Vortrag von Judith Goetz und in der anschließenden Diskussion soll der burschenschaftliche Antifeminismus vor dem Hintergrund der Prinzipien des Männerbundes und dem Wesen der Mensur näher beleuchtet werden.

Wann?
Dienstag, 26.01.2016 18:00

Wo?
w23, Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien

Das ra.wohnzimmer findet diesmal am letzten Dienstag statt. Vortrag und Diskussion zu “Vergemeinschaftet durch das Abverlangen von Standhalten und Beherrschung” – Männerbund, Mensur und Antifeminismus bei deutschnationalen Burschenschaften.

https://raw.at/texte/2016/maennerbund-mensur-und-antifeminismus/

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[Wels] 1.2., 19h: Vortrag mit Judith Goetz: Rechte Frauen – Rechter Feminismus?

Wann: Montag, 1. Februar 2016, 19 Uhr

Wo: Cafe Nöfas, Schubertstr. 9, 4600 Wels
Auch wenn im medial verbreiteten Bild des österreichischen Rechtsextremismus (immer noch) Männer dominieren, sind Frauen in den unterschiedlichen Spektren des Rechtsextremismus aktiv. Die Frauenpräsenz verbessert das Image nach Außen und erleichtert den Eingang in zivilgesellschaftliche Bereiche, wie Elternbeiräte. Zudem haben Themen aus den Frauenbewegungen auch Eingang in Debatten und Politiken der extremen Rechte gefunden.
In einem einem Vortrag mit anschließender Diskussion soll aufgezeigt werden, wie Männlichkeit und Weiblichkeit in der extremen Rechten hierzulande verhandelt werden, sich Frauenbilder und „weibliche“ Aktionsformen entwickelt haben und wie aktuelle antifeministische Politiken im Rechtsextremismus aussehen. Dabei kann beispielsweise ein Re-Traditionalisierungstrend konstatiert und Anti-Gender-Mainstreaming als Brücke zwischen extremer Rechte und Konservatismus der Mitte erkannt werden.

Judith Goetz ist Literatur- und Politikwissenschafterin, Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (www.fipu.at) sowie der LICRA (Liga gegen Rassismus und Antisemitismus); zahlreiche Artikel und Vorträge zu den Themenbereichen Rechtsextremismus, Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie zu feministischen/frauenpolitischen Fragestellungen.

VerantalterInnen: Welser Initiative gegen Faschismus, Junge Grüne Wels, B.Freiung, Infoladen Wels

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[Wien] 27.1., 19h Film + Diskussion: JEDES JAHR NIE WIEDER – Der Wiener Akademikerball

„Jedes Jahr Nie Wieder“ thematisiert die aktuell wohl umstrittenste Veranstaltung Österreichs, den von der FPÖ organisierten Wiener Akademikerball (ehemals WKR-Ball für „Wiener Korporationsring“). Der Film folgt einem chronologischen Ablauf von der Anti-Akademikerball-Demonstration 2014 bis zu jener im Jahr 2015. In den Fokus rückt dabei der dubiose Fall des verurteilten Demonstranten Josef S. mitsamt seiner rechtlichen und rechtsstaatlichen Komponente. Auch und speziell die ausufernde mediale Gewaltdebatte wird analysiert: Warum reagiert die österreichische Gesellschaft und ihr Boulevard derart sensibel auf linke Proteste? Wer organisiert die Anti-Akademikerball-Proteste und wie kooperieren die Bündnisse untereinander? Der Zielscheibe des jährlichen Protests auf den Grund gehend, widmen Paul Buchinger und David Pichler der Wiener akademischen Burschenschaft Libertas ein Portrait, das sowohl das ideologische Korsett als auch den Alltag deutschnationaler Verbindungsstudenten umreisst.

Im Anschluss an die Vorführung findet eine Podiumsdiskussion mit folgenden Gästen statt:

Univ.-Doz. Dr. Johann Dvorak (Politikwissenschaft / Universität Wien)

Andreas Peham (Rechtsextremismus- und Antisemitismusforscher / Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands)

Judith Götz (Literatur- und Politikwissenschafterin / Mitglied der
Forschungsgruppe Ideologien und Politik der Ungleichheit – www.fipu.at – Autorin des Buchbeitrags „Ausgetanzt! Eine kritische Bilanz der Proteste gegen den WKR-Ball“)

Christoph Altenburger (Bündnis „Offensive Gegen Rechts“ / VSSTÖ)

Paul Buchinger (Filmemacher)

Moderation: Fanny RasulEintritt: 7€
19.30hSchikaneder-Kino
Margaretenstraße 22-14
1040 Wien

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[Graz] 20.12. Vortrag „Rechtsextreme und Deutschnationale im Grazer Congress“ mit Bernhard Weidinger

Vortrag zur Geschichte, Ideologie und Politik der Burschenschaften mit Bernhard Weidinger
Wann: Mi 20 Jänner um 18:30
Wo: Im Hörsaal 15.12 Resowi, Universitätsstraße 15
Der Vortrag wird mit einem historischen Abriss zur Entwicklung der Burschenschaften und einer Darstellung ihres völkisch-männerbündischen Denkens beginnen. Anschließend wird ein Überblick zur aktuellen Situation der Burschenschaften, deren Verhältnis zur FPÖ und zum außerparlamentarischem Rechtsextremismus gegeben und auf die Akademikerbälle in Graz und Wien eingegangen.

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[Graz] 14.1.2016 Vortrag „Wie denken Rechte?“ mit Andreas Peham

Wann: Do, 14.01.2016 / 19:00
Wo: Kunstuni Graz Reiterkaserne, EG12 Performancesaal
(Leonhardstraße 82-84, 8010 Graz)
Immer wieder lesen und hören wir von Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und den neuen Rechten. Doch was wird genau gemeint, wenn von rechten Ideologien gesprochen wird? Und lassen sich deren Inhalte in den verschiedenen rechten Strömungen überhaupt auf einen gemeinsamen Nenner bringen?
Wir wollen in dem Vortrag die Charakteristika von rechtem Denken aufzeigen und veranschaulichen, welches Weltbild dahinter steckt. Rechtes Gedankengut wird in unserer Gesellschaft leider toleriert und ist bereits im bürgerlichen Denken angelegt. Daher fällt es neuen rechten Bewegungen umso leichter, ihre Ideologien neu aufzubereiten und gesellschaftsfähig zu machen.
In der anschließenden Diskussion versuchen wir gemeinsam herauszufinden, inwiefern rechtes Denken Bestandteil unseres Alltags ist und welche Ängste Menschen dazu bringen, auf solches Gedankengut zurückzugreifen.

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[Wien] 3.12.2015 Filmpräsentation “Die Kriegerin” mit Kommentar von Judith Goetz

Die IG Geschichte lädt am 3. Dezember 2015 um 19.30 Uhr ganz herzlich zum Filmscreening im Seminarraum Geschichte 2 (Hauptgebäude Uni Wien) ein. Gezeigt wird der Film “Die Kriegerin” von 2011. Kontextualisieren und kommentieren wird Judith Goetz [Literatur- und Politikwissenschafterin, Mitglied der Forschungsgruppe

Ideologien und Politiken der Ungleichheit (www.fipu.at) sowie der LICRA (Liga
gegen Rassismus und Antisemitismus); zahlreiche Artikel und Vorträge zu den Themenbereichen
Rechtsextremismus, Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie zu feministischen/
frauenpolitischen Fragestellungen].

Aufgrund des Themas werden Sicherheitsmaßnahmen getroffen.

Plakat Die Kriegerin

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[Wien] Mo, 23. 11. 2015, 19h: Vortrag & Diskussion „Rassistische Gemeinschaft 2.0. Zur virtuellen Gruppenbildung gegen die ‚Zivilinvasoren'“
Vortrag von und Diskussion mit Heribert SCHIEDEL über aktuelle Entwicklungen im (europäischen) Rechtsextremismus, seinem Auswachsen zu einer sozialen Bewegung und wie die Neuen Sozialen Medien dem entgegenkommen.Republikanischer Club, Rockhgasse 1, 1010 WienModeration: Thomas WALLERBERGER (RC)Der Vorwurf an Muslime, eine „Parallelgesellschaft“ zu bilden, entpuppt sich mehr und mehr als Projektion. Vor allem im Internet hat sich eine rechtsextreme Parallel-, ja Gegengesellschaft gebildet. Deren Irrationalitäten und Familienähnlichkeiten markieren sie jedoch als eine der Gesellschaft entgegen gesetzte (virtuelle) Gemeinschaft. Zusammengehalten wird diese durch Feindbilder und äußere Bedrohungen, durch eine spezifische Sprache werden die Ängste ihrer Mitglieder zur Paranoia und ins Apokalyptische gesteigert. In der Gemeinschaft gelten eigene Gesetze, Werte und Wahrheiten, während draußen die „Lügenpresse“ die noch nicht erleuchteten Teile der Massen manipuliert und allerlei Verschwörungen sie lenken. Demgegenüber erlaubt die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft der Wissenden enorme narzisstische Zufuhr. Gleiches gilt für die Möglichkeiten, endlich der – zunächst sprachlichen – Gewalt gegen Schwache offen frönen zu können.http://www.repclub.at/2015/11/04/montag-23-november-2015-19-uhr-im-rc/
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[Wien] So, 15. 11. 2015, 13.30h: Extremismus und Nationalismus in Zeiten europäischer (Des-)Integration
Diskussion mit Anton Pelinka und Bernhard Weidinger, moderiert von Lisa Mayr (DER STANDARD), anhand der Bücher „Die unheilige Allianz. Die linken und die rechten Extremisten gegen Europa“ (Pelinka) und „Im nationalen Abwehrkampf der Grenzlanddeutschen. Akademische Burschenschaften und Politik in Österreich nach 1945″ (Weidinger).Messe Wien, Halle D (U2 Station Krieau), „Forum“Im Rahmen der BUCH WIEN – siehe http://www.buchwien.at/programm2015/?topic=event&eventid=11615
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[Graz] Mi, 04.11.2015, 17:30 Uhr |Vortrag mit anschließender Diskussion: Rechte Frauen – Rechter Feminismus?
Frauenservice Graz, Lendplatz 38, 8020 Graz
Auch wenn im medial verbreiteten Bild des österreichischen Rechtsextremismus Männer dominieren, sind Frauen sehr wohl in den unterschiedlichen Spektren des Rechtsextremismus aktiv. Die Frauenpräsenz verbessert das Image nach Außen und erleichtert den Eingang in zivilgesellschaftliche Bereiche, wie Elternbeiräte. Der Trend zur „Re-Traditionalisierung“ und die „Anti-Gender„-Debatte dienen dabei als Brücke zwischen der extremen Rechten und dem Konservatismus der Mitte.
In einem Vortrag wird diskutiert, wie Männlichkeit und Weiblichkeit in der extremen Rechten verhandelt werden und wie sich Frauenbilder und „weibliche“ Aktionsformen entwickelt haben.
Mit: Judith Goetz, Politik- und Literaturwissenschaftlerin

mitgefördert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung

http://www.frauenservice.at/bildung/feministischer-denkraum/jour-fixe

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[Wien] Dienstag 3.11.2015, 19.00 Uhr | Vortrag und Diskussion: Antifeminismus und Männerbündelei – Allianzen zwischen Väterrechtlern, Abtreibungsgegnern und Rechtsextremen

Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien

Wenngleich Väterrechtler auf den ersten Blick ideologisch wie auch bei politischen Auftritten oftmals harmlos erscheinen, zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass gerade der in ihren Reihen kultivierte Antifeminismus sowie auch die unterschiedlich ausgeprägte Männerbündelei große eine Bedrohung für Frauen und Feministinnen darstellt. Zudem ist ihre gesellschaftliche Akzeptanz sowie auch ihre politische Relevanz als Teil eines immer stärker werdenden antifeministischen
Backlashs zu sehen, der zunehmend versucht, die feministischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in Frage zu stellen. Nicht zuletzt zeigen sich diese Allianzen auch immer wieder durch ihre Überschneidungen zur FPÖ, die sich als politisches Sprachrohr für die Interessen der jeweiligen Gruppe einsetzen. Der Vortrag wird ideologische Hintergründe, ausgewählte Beispiele personaler Überschneidungen und Vernetzungen sowie mögliche Protestformen gegen diese Gruppen behandeln.

Judith Goetz, Literatur- und Politikwissenschafterin, Mitglied der Redaktion Context XXI sowie der LICRA (Liga gegen Rassismus und Antisemitismus); zahlreiche Artikel und Vorträge zu den Themenbereichen Rechtsextremismus, Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie zu feministischen/frauenpolitischen Fragestellungen.
Moderation: Sabine Sölkner

http://www.frauenhetz.at/

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[Graz] 25.6.: Buchvorstellung: Rechtsextremismus – Entwicklungen und Analysen Bd.1
@Hörsaal 15.14, RESOWI Uni Graz, 1.OG

Buchvorstellung mit Heribert Schiedel

Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (Wien)
Rechtsextremismus – Entwicklungen und Analysen – Band 1

So erfolgreich die extreme Rechte, so überschaubar ist die kritische Rechtsextremismusforschung. Vor dem Hintergrund von Vereinzelung und geringer Institutionalisierung legt die seit 2011 bestehende Wiener »Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit« mit diesem Sammelband eine Bestandsaufnahme vor und gibt Impulse für weitere notwendige Arbeiten.
Die Beiträge behandeln eine breite Themenpalette – von der Kritik an der Mainstream-Forschung und ihrem begrifflichen Instrumentarium bis hin zu gängigen Auslassungen (wie Sexismus und Antifeminismus), von zentralen Akteur/innen der extremen Rechten bis hin zu einschlägigen Feindbildern, von der Kritik des Verfassungsschutzes bis hin zur kritisch-solidarischen Reflexion von Gegenaktivitäten anhand der Proteste gegen den Wiener WKR- bzw. Akademikerball. Abgerundet wird der Band von einer Chronologie rezenter rechtsextremer Vorfälle.

Der Band ist Auftakt zu einer Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit Ideologien und Politiken der Ungleichheit.

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Hosted by FIPU: „Mit Rechten reden. Zu Fragen des Umgangs mit Rechtsextremismus in Medien und öffentlicher Debatte“

Montag, 18. Mai 2015, 19 Uhr

Republikanischer Club (Rockhgasse 1, 1010 Wien)

Podiumsdiskussion mit Alexander Pollak (Sprecher SOS Mitmensch, Autor von „Gut gegen Mölzer. Exkursion ins rechte Eck“), Maria Sterkl (Redakteurin DER STANDARD/derstandard.at), Bernhard Weidinger (Rechtsextremismusforscher, FIPU) und Natascha Strobl (Politikwissenschafterin, Offensive gegen Rechts); Moderation: Fanny Rasul.

„Beim reden kommen d’Leut zamm“, besagt ein populäres Sprichwort. Für das Gespräch zwischen Antifaschist*innen und Rechtsextremen gilt dies wohl kaum, doch gebieten nicht die Grundsätze liberaler Demokratie, das Gespräch mit allen zu suchen bzw. aus journalistischer Perspektive: zu ermöglichen, und auch dem „rechten Rand“ des politischen Spektrums entsprechenden Raum in öffentlichen Debatten einzuräumen? Lassen Rechtsextreme sich durch die „Kraft des besseren Arguments“ nicht gar demaskieren und „entzaubern“? Oder leisten ihre Einladung in TV-Studios und der öffentliche Dialog mit ihnen vielmehr der Normalisierung und weiteren Popularisierung rechtsextremer Welterklärung Vorschub? Über diese und ähnliche Fragen soll an diesem Abend diskutiert werden.

Organisiert von der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU). Diskussionsgrundlage zum Thema: unser Text „Entwöhnung tut not“.

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Zur Naturalisisierung von Ungleichheit. Geschlecht und Rechtsextremismus(-forschung)
Inputs – gemeinsames Arbeiten – Diskussion

Mittwoch, 11. März 2015, 18.30 Uhr, Hörsaal 3, Institut für Politikwissenschaft (NIG, 2. Stock), Universitätsstraße 7, 1010 Wien

Bei der Semesterauftaktveranstaltung der Forschungsgruppe Geschlecht und Politik und der Studienvertretung Politikwissenschaft am Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien wird es einen Input von FIPU-Mitglied Judith Goetz geben.

Rechtsextremismus – in den Medien werden in diesem Zusammenhang nahezu ausschließlich junge, gewaltbereite Neonazis, als verrückt beschriebene Einzeltäter oder paramilitärische Gruppen im Osten Europas repräsentiert. In der politikwissenschaftlichen Debatte wird Rechtsextremismus vor allem als Ideologie verstanden: Antisemitismus, Rassismus, völkisches Denken und Autoritarismus sowie die (deutsch-)nationale Umdeutung von Geschichte sind die am häufigsten genannten Merkmale. Seltener wird allerdings diskutiert, dass zu rechtsextremen Ideologien und Praxen auch besondere Vorstellungen von vermeintlich natürlichen Geschlechterverhältnissen gehören, die sich etwa in männerbündischen Strukturen, offenem Sexismus und rabiat vertretenem Antifeminismus äußern. Die Veranstaltung stellt gerade diese Leerstelle in den Mittelpunkt der Diskussion: mit Inputs zur geschlechterkritischen Rechtsextremismusforschung, zu (Rechts-)Populismus und zur Neuen Rechten sowie anhand einer gemeinsamen Diskussion ausgewählter Bild- und Textmaterialien.
Danach: Wine and Cheese.

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RECHTSEXTREMISMUS – Entwicklungen und Analysen

Buchpräsentation und Diskussion mit Judith GOETZ, Carina KLAMMER und Elke RAJAL

So erfolgreich die extreme Rechte, so überschaubar ist die kritische Rechtsextremismus-Forschung. Vor dem Hintergrund von Vereinzelung und geringer Institutionalisierung legt die seit 2011 bestehende Wiener “Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit” mit diesem Sammelband eine Bestandsaufnahme vor und gibt Impulse für weitere notwendige Arbeiten. Die Beiträge behandeln eine breite Themenpalette: von der Kritik an der Mainstream-Forschung und ihrem begrifflichen Instrumentarium bis hin zu gängigen Auslassungen (wie Sexismus und Antifeminismus), von zentralen Akteur_innen der extremen Rechten bis hin zu einschlägigen Feindbildern, von der Kritik des Verfassungsschutzes bis hin zur kritisch-solidarischen Reflexion von Gegenaktivitäten anhand der Proteste gegen den Wiener WKR- bzw. Akademikerball. Abgerundet wird der Band von einer Chronologie rezenter rechtsextremer Vorfälle. Der Band ist Auftakt zu einer Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit Ideologien und Politiken der Ungleichheit.

Link zum Buch: http://mandelbaum.at/books/806/7533

Link zum FIPU-Blog: https://forschungsgruppefipu.wordpress.com

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Buchpräsentation „Rechtsextremismus“

 

So erfolgreich die extreme Rechte, so überschaubar die kritische Rechtsextremismusforschung. Die Wiener »Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit« nimmt mit ihrem Sammelband eine Bestandsaufnahme vor und gibt Impulse für weitere notwendige Arbeiten. Das beinhaltet Kritik an der Mainstream-Forschung, ihrem begrifflichen Instrumentarium und gängigen Auslassungen (wie Sexismus und Antifeminismus) sowie die Analyse von zentralen Akteur/innen und einschlägigen Feindbildern, die Kritik des Verfassungsschutzes und eine kritisch-solidarische Reflexion von Gegenaktivitäten anhand der Proteste gegen den Wiener WKR- bzw. Akademikerball sowie eine Chronologie rechtsextremer Vorfälle im Jahr 2013.

Infos zu Barrieren beim Zugang zur W23

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  • 22. Jänner, Wien: Librería Utopía – radical bookstore vienna, Preysinggasse 26-28 (U3 Schweglerstraße), 1150 Wien

„Rechtsextremismus. Entwicklungen und Analysen“ – Buchpräsentation & Diskussion

Bei der zweiten Veranstaltung, die im Rahmen unseres Antifa-Schwerpunktes stattfindet, diskutieren wir mit den Autor_innen – nach einem Überblick zur Chronik des Rechtsextremismus in Österreich 2013 – vor allem folgende zentralen Punkte des vorliegenden Sammelbandes:

– die Geschlechterblindheit der (österreichischen) Rechtsextremismusforschung,
– den rechtsextremen Charakter der FPÖ,
– sowie eine kritische Bilanz der Proteste gegen den WKR-Ball.

Diskutant_innen: Judith Goetz & Heribert Schiedel
Moderation: Stefanie Klamuth

„Rechtsextremismus. Entwicklungen und Analysen. Band 1“, herausgegeben von der „Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit“ (Wien), ist im Dezember 2014 bei „mandelbaum kritik & utopie“ erschienen.

Infos zum Buch:
So erfolgreich die extreme Rechte, so überschaubar ist die kritische Rechtsextremismusforschung. Vor dem Hintergrund von Vereinzelung und geringer Institutionalisierung legt die seit 2011 bestehende Wiener „Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit“ mit diesem Sammelband eine Bestandsaufnahme vor und gibt Impulse für weitere notwendige Arbeiten.
Die Beiträge behandeln eine breite Themenpalette – von der Kritik an der Mainstream-Forschung und ihrem begrifflichen Instrumentarium bis hin zu gängigen Auslassungen (wie Sexismus und Antifeminismus), von zentralen Akteur_innen der extremen Rechten bis hin zu einschlägigen Feindbildern, von der Kritik des Verfassungsschutzes bis hin zur kritisch-solidarischen Reflexion von Gegenaktivitäten anhand der Proteste gegen den Wiener WKR- bzw. Akademikerball. Abgerundet wird der Band von einer Chronologie rezenter rechtsextremer Vorfälle.
Der Band ist Auftakt zu einer Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit Ideologien und Politiken der Ungleichheit.
Link zum Buch: http://mandelbaum.at/books/806/7533

Infos zur Herausgeberin:
Die „Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit“ (FIPU) ist ein loser Zusammenschluss von Wissenschafter_innen in Österreich mit einem gemeinsamen Forschungsinteresse: der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichheit und den sie tragenden politischen Akteur_innen.
Link zum FIPU-Blog: https://forschungsgruppefipu.wordpress.com/ „Rechtsextremismus. Entwicklungen und Analysen“ – Buchpräsentation & Diskussion

  • 28. Jänner, 15-17h, Wien: Pädagogische Hochschule, Grenzackerstraße 18, Festsaal

Burschenschaften und Rechtsextremismus in Österreich – Vortrag und Diskussion mit Bernhard Weidinger

Nähere Informationen hier.

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Vergangene Jänner-Termine

  • 7. Jänner, 19h: Wien, Universität für Angewandte Kunst, Oskar-Kokoschka-Platz 2, Lichthof A (EG, Altbau)

Infoveranstaltung Burschenschaften. Vortrag und Diskussion mit Heribert Schiedel

veranstaltet von den Hochschüler_innenschaften der Universität für Angewandte Kunst und der Akademie der Bildenden Künste

  • 8. Jänner, 19h: Graz, Karl-Franzens-Universität, Heizhaus HS 12.01

Deutschnationale Burschenschaften in Österreich: Ideologie und Entwicklung nach 1945. Vortrag und Diskussion mit Bernhard Weidinger

Mit „´Im nationalen Abwehrkampf der Grenzlanddeutschen´. Akademische Burschenschaften und Politik in Österreich nach 1945“ (Böhlau Verlag 2015) hat Bernhard Weidinger die erste umfassende Analyse des politischen Denkens und Handelns österreichischer Burschenschaften vorgelegt. Der Vortrag präsentiert die Eckpfeiler burschenschaftlicher Ideologie – vom völkischen Nationalismus bis hin zum soldatischen Männlichkeitsideal – und setzt sie in Beziehung zur Entwicklung der österreichischen Gesellschaft seit dem Zweiten Weltkrieg.

  • 13. Jänner, 19h: Wien,  Universität für Angewandte Kunst, Oskar-Kokoschka-Platz 2, Hörsaal 4 (1. St., Altbau)

Geschichte des Balls und der Proteste. Vortrag und Diskussion mit Judith Goetz

  • 15. Jänner, 19h: Wien, Campus Altes AKH (Spitalgasse 2-4), Hof 1, Aula

Nationalismus – Antisemitismus – Geschlecht. Diskussionsrunde anlässlich der Buchneuerscheinungen

Bernhard Weidinger: „Im nationalen Abwehrkampf der Grenzlanddeutschen“. Akademische Burschenschaften und Politik in Österreich nach 1945 (Böhlau Verlag)

und

Karin Stögner: Antisemitismus und Sexismus.Historisch-gesellschaftliche Konstellationen (Nomos Verlag)

Die AutorInnen präsentieren ihre Werke, diskutieren inhaltliche Anknüpfungspunkte und beantworten Publikumsfragen.

Moderation: Lisa Mayr, Der Standard

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Ältere Termine

FIPU-Buchpräsentation: „Rechtsextremismus: Problem und Forschungsobjekt“

Mittwoch, 10. Dezember 2014, 19.00 im Depot (Breite Gasse 3, 1070 Wien)

So erfolgreich und wandelbar die extreme Rechte, so überschaubar ist die kritische Rechtsextremismusforschung in Österreich. Die Autor_innen und Herausgeber_innen des soeben erschienen Buches Rechtsextremismus. Entwicklungen und Analysen erörtern, unter anderem,  ihre Kritik an der Mainstream-Forschung und politische Gegenstrategien.

Mit Matthias Falter & Carina Klammer.

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Konferenz „Entgrenzter Rechtsextremismus? Internationale Perspektiven und Gegenstrategien“

München, 9./10. Februar 2015

Veranstalterin: Bundeszentrale für politische Bildung (BPB)

Anmeldung & nähere Informationen hier bzw. direkt zum Programmflyer.

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Vortrag QUEEROGRAD

Carina Klammer

Geschlecht gegen den (Schluss-)Strich denken

Vergeschlechtlichte Körperbilder im Postnazismus

Donnerstag, 30.10. ab 19:00 Uhr

Der Nationalsozialismus sowie sein Danach lassen sich nicht als statische Phasen begreifen. Auch der Körper und dessen Darstellungen erweisen sich in diesem Sinne als Orte, an denen historische Kontinuitäten, Leerstellen sowie Brüche verhandelt werden. Geschichte geht hierbei nicht nur „unter die Haut“, sondern schreibt sich auch in diese ein.
Nicht erst seit dem NS gab es Bestrebungen, die Geschlechterordnung und die „Rassen“-Politik, mittels einer entsprechenden sozialästhetischen Erziehung, in Einklang zu bringen. So galt als problematisch, dass der Mann stets nur das „Echt-Weibliche“ suchen würde (die bestimmten Geschlechtsmerkmale) und sein Geschmack erst in zweiter Linie vom „Rassen“-Typus gefesseln sei. An derartige Diskurse anknüpfend beschrieb Joseph Goebbels den Politker als Künstler, der es verstehe, die „Rohstoffmasse Mensch“ zum „Volkskörper“ zu formen.
Analog zur Nation war auch der Körper stets mit Ängsten seiner drohenden Auflösung besetzt. Die Haut fungierte hierbei auch als Ort der Grenzmarkierung und „Körperpanzer“ zwischen einem als feindlich wahrgenommen Äußeren und dem eigenen Inneren, welches von fremden Einflüssen rein gehalten werden müsse.

Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, wie Männlichkeits- und Weiblichkeitsbilder angesichts von rassistischen und antisemitischen Körperpolitiken nach 1945 fortgesetzt oder reaktualisiert wurden. Die Bildproduktion des NS wird hierbei ebenso Thema sein wie dessen Fort- und Nachwirkungen im visuelle Gedächtnis nach 1945.

http://kig.mur.at/queerograd_2014/

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 Vorträge zu Geschichte und Gegenwartsdiskussion der „1848er Revolution in Wien“

Univ.-Prof.in Dr. Gabriella Hauch: Der Mythos vom „Reich der Freiheit“: die Wiener Revolution 1848

Dr. Bernhard Weidinger: „Demokraten der ersten Stunde“: 1848 als Gegenstand burschenschaftlicher Geschichtspolitik

Mittwoch 30. April 2014, 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr, Campus der Universität Wien, Aula; Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1090 Wien

Nähere Informationen

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Präsentation der neuen Frauen*solidarität, Nr. 127 zum Thema: MASKULINISMUS

Zeit: Montag, 10. März 2014, 19h

Ort: Bibliothek von unten, Wipplinger Straße 23, 1010 Wien

„Masculinism is the idiology that justifies and naturalizes male domination“

Podiumsdiskussion mit Judith Goetz, Astrid Lipinsky, Masha Neufeld & Xüsha Urmenic.

Diskutiert werden globale Versuche der Verteidigung männlicher Privilegien durch Männerrechtsbewegungen in China, Russland,  Chile und Österreich.

Moderation: Jule Fischer

Die Diskutant*innen:

Masha Neufeld forscht zu den Themen Biopolitiken, Alkohol und Geschlecht in Russland. Als Aktivistin beschäftigt sie sich vor allem mit der Frage, wie feministische und queere Diskurse und Praktiken zwischen Ost und West wandern und sich gegenseitig beeinflussen.

Xüsha Urmenic hat „Slawische Sprachen“ und „Kulturen Mittel- und Osteuropas“ in  Wien, Berlin und Moskau studiert und ist gelegentlich als  „Anti-Bias“-Fasilitatorin und Co-Koordinatorin queer_feministischer Projekte in deutsch- und russischsprächigen Räumen unterwegs.

Astrid Lipinsky hat eine halbe Professur zu Wirtschaft und Gesellschaft Chinas in Göttingen und eine halbe Stelle als Post-Doc-Assistentin an der Universität Wien.

Judith Goetz ist Politik- und Literaturwissenschaftlerin sowie Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (www.fipu.at). Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen Rechtsextremismus (und Geschlecht), Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie feministische/frauenpolitische Fragestellungen.

Zur Zeitschrift:

Die Zeitschrift Frauen*solidarität erscheint seit 1982 vierteljährlich. Sie informiert über Frauen*rechte, Frauen*bewegungen und Frauen*kultur in den Ländern des Südens und reflektiert das Nord-Süd-Verhältnis aus feministischer Sicht.

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Vortrag: „Deutsche Burschen in Österreich“
Diskussion „Strategien gegen Rechtsextremismus

Donnerstag, 16. Januar 2014, 19h Geiwi, Hörsaal 4, Uni Innsbruck

https://www.facebook.com/events/217481575103620/?source=1#
Vortrag von Judith Goetz
Diskussion mit Judith Goetz und Karl Öllinger

Deutschnationale Burschenschafter stehen in Österreich für völkischen Nationalismus, NS-Verherrlichung und Holocaust-Leugnung. Das extrem antisemitische, homophobe, rassistische und frauenfeindliche Weltbild des österreichischen Korporationswesens stellt wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen dar. Vielmehr fungieren deutschnationale Burschenschaften auch als Kaderstätte und Verbindungsglied zwischen legal organisiertem Rechtsextremismus und der militanten Neonaziszene. So sind zahlreiche Nationalratsabgeordnete der FPÖ Alte Herren von Burschenschaften und es lässt sich auch sonst kaum ein namhafter Ideologe des österreichischen Neonazismus antreffen, der nicht dem korporierten Milieu entstammt.

In einem Vortrag mit anschließender Diskussion sollen die historischen Überschneidungen des deutschnationalen Korporationswesen mit dem organisiertem Rechtsextremismus nachgezeichnet, auf jüngste Entwicklungen eingegangen und mögliche Strategien gegen Rechtsextremismus aufgezeigt werden.

Judith Goetz ist Literaturwissenschafterin und Politikwissenschafterin. Seit 2001 zahlreiche Auslandsaufenthalte und soziale Tätigkeiten vor allem in Lateinamerika (Guatemala, Nicaragua, Argentinien, Venezuela), Mitglied der Redaktion Context XXI, der Forschungsgruppe FIPU (www.fipu.at) sowie der LICRA (Liga gegen Rassismus und Antisemitismus), Mauthausen-Außenlager-Guide, Trainerin, zahlreiche Artikel und Vorträge zu den Themenbereichen Rechtsextremismus, Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie zu feministischen/frauenpolitischen Fragestellungen. Lehraufträge an den Universitäten in Klagenfurt/Celovec, Salzburg und Wien.

Karl Öllinger Langjähriger Nationalratsabgeordneter der GRÜNEN, bekannt für seine ausführliche politische Thematisierung rechtsextremer Umtriebe in Österreich. Initiator von stopptdierechten.at.

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[07.02.] “Das rechtsextreme Geschlecht”

Vortrag und Diskussion mit Judith Goetz

http://az-linz.servus.at/?p=910

Freitag 07.02.2014
19:30 Uhr Autonomes Zentrum
Freistädterstraße 3

Wenngleich im medial verbreiteteten Bild des österreichischen Rechtsextremismus (immer noch) Männer dominieren, sind Frauen in den unterschiedlichen Spektren des Rechtsextremismus aktiv. In einem Vortrag mit anschließender Diskussion soll aufgezeigt werden, wie Männlichkeit und Weiblichkeit in der extremen Rechten hierzulande verhandelt werden und sich Frauenbilder und „weibliche“ Aktionsformen entwickelt haben. Dabei kann beispielsweise ein Re-Traditionalisierungstrend konstatiert und Anti-Gendermainstreaming als Brücke zwischen extremer Rechte und Konservatismus der Mitte erkannt werden. Gleichzeitig stabilisiert die Frauenpräsenz die rechte Szene weil sie nicht nur nach Außen das Image verbessern, sondern auch leichter Eingang in zivilgesellschaftliche Bereiche wie Elternbeiräte, Vereine etc. haben.
Judith Goetz, Literatur- und Politikwissenschafterin, Mitglied der Redaktion Context XXI sowie der LICRA (Liga gegen Rassismus und Antisemitismus); zahlreiche Artikel und Vorträge zu den Themenbereichen Rechtsextremismus, Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie zu feministischen/frauenpolitischen Fragestellungen.

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Veranstaltungsreihe gegen den Akademikerball

Mi. 04.12.2013
19:00 | Uni Wien, NIG HS II
Das rechtsextreme Geschlecht
Vortrag und Diskussion mit Judith Goetz
Wenngleich im medial verbreiteteten Bild des österreichischen Rechtsextremismus (immer noch) Männer dominieren, sind Frauen in den unterschiedlichen Spektren des Rechtsextremismus aktiv. In einem Vortrag mit anschließender Diskussion soll aufgezeigt werden, wie Männlichkeit und Weiblichkeit in der extremen Rechten hierzulande verhandelt werden und sich Frauenbilder und „weibliche“ Aktionsformen entwickelt haben. Dabei kann beispielsweise ein Re-Traditionalisierungstrend konstatiert und Anti-Gendermainstreaming als Brücke zwischen extremer Rechte und Konservatismus der Mitte erkannt werden. Gleichzeitig stabilisiert die Frauenpräsenz die rechte Szene weil sie nicht nur nach Außen das Image verbessern, sondern auch leichter Eingang in zivilgesellschaftliche Bereiche wie Elternbeiräte, Vereine etc. haben. •
Judith Goetz, Literatur- und Politikwissenschafterin, Mitglied der Redaktion Context XXI sowie der LICRA (Liga gegen Rassismus und Antisemitismus); zahlreiche Artikel und Vorträge zu den Themenbereichen Rechtsextremismus, Gedenkpolitik und Gedenkkultur in Österreich sowie zu feministischen/frauenpolitischen Fragestellungen.
 
Do. 12.12.2013
19:00 | Uni Wien, NIG HS III
Krisengewinner?
Die extreme Rechte in Europa
Vortrag und Diskussion mit Heribert Schiedel
Untergangs- und Rettungsphantasien kennzeichnen den Rechtsextremismus seit jeher, in der Krise begannen sie ihn richtiggehend zu dominieren. Rechtsextreme profitieren von sozialen (Abstiegs-)Ängsten, die sie darum ins Irrationale und Panische zu steigern versuchen. Im nächsten Schritt wird die Angst vor der Armut in Hass auf die Armen umgewandelt. An ihnen zeigt die extreme Rechte, aber auch die herrschende EU-Politik exemplarisch, wie sie das „Unterschichtenproblem“ (Thilo Sarrazin) zu lösen gedenkt – durch Abschottung, Diskriminierung, Deportationen und Repressionen. Dieser Angstpolitik zum Trotz ist nichts falscher, als die Erfolge der extremen Rechten mit sozialer Deprivation zu erklären. Die Empirie und der vergleichende Blick in manche EU-Staaten lassen vielmehr den Schluss zu, dass die individuelle soziale Lage oder Bedrohung keine ausreichende Begründungsvariable für rechtsextreme Orientierung darstellt. Dennoch hält die Linke vielerorts immer noch an dieser falschen Erklärung und den von ihr abgeleiteten falschen Strategien fest.Vortrag und Diskussion beschäftigen sich mit der extremen Rechten in West- und Osteuropa, den Ursachen für ihre Erfolge und was dagegen (nicht) getan werden sollte. •
Heribert Schiedel, Rechtsextremismusforscher, langjähriger Berichterstatter für das Stephen Roth Institute for the Study of Contemporary Antisemitism and Racism (Tel Aviv University); Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus, FPÖ und Burschenschaften; zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen, zuletzt im Herbst 2011: „Extreme Rechte in Europa“ (Edition Steinbauer)
 
Do. 09.01.2014
19:00 | Uni Wien, NIG HS III
Greece must die
(….so that we can live)
Vortrag und Diskussion mit VertreterInnen der Gruppe antifa negative (Athen)
Does crisis cause racism? Does this imply that Greece was an „anti-racist heaven“ before the IMF measures? What went wrong after the indignados, and in the neighborhoods appeared the racist militia? Has every country that went through crisis seen the rise of Nazi parties or is there a „Greek peculiarity“? After the governmental crackdown on Golden Dawn who will take under his wings the racist mob? These and many more questions will be the topic of a presentation by Antifa Negative where „dark and hidden“ stories from the recent history of Greek fascism will be revealed. •
Die Gruppe antifa negative (ehem antifa Casa del Campo) hat sich im Mai 2012, als Zusammenhang von griechischen und migrantischen AntifaschistInnen, in Athen gegründet. Ihr Motto: „Der Feind ist das eigene Land“
Fr. 17.01.2014
19:00 | Uni Wien, NIG HS III
NO WAY OUT?
Die Linke zwischen Hegemonietheorie und Formkritik
Podiumsdiskussion mit Jan Schlemermeyer und Alex Demirović
Nicht erst seit Ausbruch der aktuellen Krise des Kapitalismus gewinnt die Debatte innerhalb der (radikalen) Linken darum, wie man in Proteste interveniert, Widersprüche zuspitzt und also gesellschaftliche Verhältnisse verändert, wieder an Bedeutung. In dieser Debatte stehen sich zwei Positionen gegenüber: Zum einen eine hegemonietheoretisch beeinflusste Position, die die Kontingenz sozialer Prozesse hervorhebt, die die Bedeutung sozialer Kämpfe betont und die historische Entwicklung vor allem als Ergebnis von Klassenkämpfen und veränderten Kräfteverhältnissen interpretiert. Zum anderen eine der Neuen Marx-Lektüre entstammende Position, die eher die systemischen Dynamiken kapitalistischer Entwicklung im Blick hat und mit dem Begriff der Form und der Kritik des Fetischismus, den handlungstheoretischen Ansätzen ihre Grenzen aufzeigt.Vor diesem Hintergrund wollen wir diskutieren, wie umgzugehen ist mit dem Marxschen Diktum, dass die Menschen ihre eigene Geschichte machen, aber nicht aus freien Stücken unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorhandenen, gegebenen und überlieferten Umständen? Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit Alex Demirović und Jan Schlemermeyer diskutieren. •
Jan Schlemermeyer lebt in Frankfurt, arbeitet mit am Institut für kategoriale Analyse (Inkatan) und promoviert in Marburg Alex Demirović, Mitglied im Beirat des Bundes demokratischer WissenschaftlerInnen und des wissenschaftlichen Beirats von Attac Deutschland, Mitglied des Vorstands der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Redaktionsmitglied der Zeitschrift Prokla.
 
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Vortrag: Kameradinnen und braune Schwestern – Frauen im österreichischen Rechtsextremismus

Datum: Mittwoch, 20. November 2013 um 19:30
Ort: Heizhaus, HS 12.01 Karl Franzens Universität, Graz

Erreichbar mit den Buslinien 58 & 62 Station Mozartgasse

Vortrag und Diskussion mit Judith Götz

Auch wenn im medial verbreiteteten Bild des österreichischen Rechtsextremismus (immer noch) Männer dominieren, sind Frauen in den unterschiedlichen Spektren des Rechtsextremismus aktiv. In einem Vortrag mit anschließender Diskussion soll aufgezeigt werden, wie Männlichkeit und Weiblichkeit in der extremen Rechten hierzulande verhandelt werden und sich Frauenbilder und „weibliche“ Aktionsformen entwickelt haben. Dabei kann beispielsweise ein Re-Traditionalisierungstrend konstatiert und Anti-Gender-Mainstreaming als Brücke zwischen extremer Rechte und Konservatismus der Mitte erkannt werden. Gleichzeitig stabilisiert die Frauenpräsenz die rechte Szene, weil sie nicht nur nach Außen das Image verbessern, sondern auch leichter Eingang in zivilgesellschaftliche Bereiche wie Elternbeiräte, Vereine etc. haben.

JUDITH GÖTZ: Literatur- und Politikwissenschafterin, Lehraufträge an den Universitäten Klagenfurt/Celovec, Salzburg und Wien, Thematische Schwerpunkt: Rechtsextremismus, Gedenk- und Gedenkkultur sowie zu feministischen/frauenpolitischen Fragestellungen.

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Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich nach 1945

Vortrag von Judith Götz

26.11.2013, 19:45, NIG/Hörsaal 3, 1010 Wien

Die Geschichte des österreichischen Rechtsextremismus in der Zweiten Republik wird zu ihren Anfängen zurückverfolgt: von den ersten Versuchen neonazistischen Organisations(wieder)aufbaus in der Nachkriegszeit über den Südtirolterrorismus, den parteiförmigen Ansatz Norbert Burgers (Nationaldemokratische Partei), den gewalttätigen Aktionismus der 1970er (Aktion Neue Rechte) und die Wehrsportaktivitäten und konspirativen Organisierungsmodelle Gottfried Küssels bis hin zum Netzaktivismus des 21. Jahrhunderts.

Neben Veränderungen in den Formen der Organisierung und Propaganda wird auch inhaltlichen Entwicklungen, wie Veränderungen in derFeindbildstruktur oder der Spaltung in eine traditionelle, deutschnationale sowie eine Österreich-„patriotische“ Strömung Beachtung geschenkt.

Judith Goetz ist Literatur- und Politikwissenschafterin sowie Mitglied der Forschungsgruppe FIPU (http://www.fipu.at).

Infos unter

http://www.oeh.univie.ac.at/politik/antifa/

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IMAGINATIONEN DES UNTERGANGS. ZUR KONSTRUKTION ANTIMUSLIMISCHER FREMDBILDER IM RAHMEN DER IDENTITÄTSPOLITIK DER FPÖ

Buchpräsentation, Donnerstag, 24. Oktober 2013, 19:00 – Republikanischer Club, Rockhgasse 1, 1010 Wien

Im neu erschienenen Buch rekonstruiert die Soziologin Carina Klammer Mechanismen der antimuslimischen Fremdbildproduktion der FPÖ und analysiert deren Stellenwert für Entwicklungen inner- sowie außerhalb der extremen Rechten. Damit einhergehend werden rechte Islambilder und Bündnispolitiken näher beleuchtet, (historische) Referenzen des völkischen Abendland-Diskurses aufgezeigt sowie Verflechtungen mit öffentlichen Diskursen und Migrations- und Integrationspolitiken betrachtet. Es wird auch die Frage aufgeworfen, wie unterschiedliche Feindbilder (Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Antifeminismus, Homophobie, etc.) verstärkt zusammen gedacht werden können, ohne dass ihre jeweiligen Spezifika und Unterschiede nivelliert werden.

Ein Gespräch mit der Autorin Carina KLAMMER (Soziologin, Mitglied der Forschungsgruppe FIPU, www.fipu.at) geführt von Judith GOETZ (Literatur- und Politikwissenschaftlerin).

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Buchpräsentation

„Neue Gesichter unter alten Hüten?“
Zum Vormarsch der Rechtsextremen in Europa
Texte einer Konferenz in Budapest 2011, mitsamt einigen der Vortragenden

Mittwoch, 2. Oktober, 19 00
Republikanischer Club
1010, Rockhgasse 1

Präsentiert werden von einigen der Vortragenden ihre Thesen zum
Rechtsruck in Europa, mit Schwerpunkt auf Ungarn. Die Texte sind ein
Ergebnis der Konferenz, die die Veranstalterin im Juni 2011 mit
einigen anderen in Budapest organisiert hat.

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Geh Denken!
Geh Denken! ist eine Veranstaltungsreihe des Vereins GEDENKDIENST.
Im Sommer- wie im Wintersemester finden, jeweils monatlich, wissenschaftliche Vorträge, Podiumsdiskussio-nen oder Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen statt.
Die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus bildet dabei den Ausgangspunkt für die breite Beschäftigung mit unterschiedlichen historischen Themen, deren Bedeutung im vergangenheitspolitischen Diskurs sowie Fragen der Geschichtsvermittlung.
Geh Denken! versteht sich als Beitrag zu einer lebendigen Gedächtniskultur. Im Zentrum soll die offene Refle-xion und Diskussion kontroverser Themen stehen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Die öffentlichen Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt jeweils um 19.00 Uhr im Veranstaltungslokal Depot statt (1070 Wien, Breite Gasse 3, http://www.depot.or.at).
Konzept und Organisation: Linda Erker und Lukas Meissel

22. Oktober 2013 – 15. Jänner 2014

Programmdetails

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Antifeminismus und Männerbündelei

Vortrag & Diskussion mit Judith Goetz
Mittwoch 5. Juni 2013, 19.00 Uhr
Autonomes Zentrum Freistädterstraße 3
4040 Linz

Weitere Infos

Die „Identitären“: Alte Rechte im neuen Kleid

Vortrag & Diskussion mit Heribert Schiedel
Autonomes Zentrum Freistädterstraße 3
4040 Linz
Freitag, 7.Juni 2013, 19.30 Uhr

Weitere Infos

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„Laboratorium Österreich“

an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Schillerplatz 3, 1010 Wien, im Xhibit, 1. Stock.

Zwei Geschichtsmythen – Österreich als „erstes Opfer“ Hitlerdeutschlands und Österreicher_innen als Opfer des Krieges – wurden in der österreichischen Gesellschaft der Nachkriegszeit über Familienerzählungen oder populäre Bilder – wie dem brennenden Stephansdom – kultiviert. Basierend auf dieser spezifischen Darstellung von Geschichte und der Entwicklung von Gegenerzählungen, kann Österreich generell als geschichtspolitisches Labor für die Konstruktion und Dekonstruktion von Geschichtsmythen verwendet werden. Die Ausstellung „Laboratorium Österreich“ untersucht mit den Mitteln der Kunst an je konkreten „Fällen“, wie Geschichtspolitik in Österreich – in Museen, Archiven, der Zivilgesellschaft oder der eigenen Familie – gemacht wird.

Eine geschichtspolitische Ausstellung von Tal Adler, Friedemann Derschmidt und Karin Schneider mit Kunstprojekten & Archivmaterial von Tal Adler, Michal Bar-Or, Friedemann Derschmidt, Shimon Lev, Karin Schneider

Das offene Labor: Dekonstruktion & Forschung:

Gemeinsam mit einigen, die bei der Recherche der Ausstellung unterstützten zoomen wir in besonders delikate Fälle Österreichischer Geschichtspolitik:

SAMSTAG, 06.04.

Horst Schreiber, Historiker

„Die Familien Swarovski und ihre Geschichtspolitik“

Als der Historiker Horst Schreiber in den frühen 1990er Jahren zu den aktiven Verstrickungen eines Teils der Familie Swarovski in den Nationalsozialismus publizierte, wollte niemand davon etwas wissen. 2010 hat die Familie einen Wiener Wirtschaftshistoriker, Prof. Dieter Stiefel, engagiert, der ihre Familiengeschichte aufarbeiten soll. Wir durchleuchten den „Fall Swarovski“ als geschichtspolitisches Beispiel.

Samstag, 06.04. 16.00 Uhr, Xhibit, Akademie der bildenden Künste, Schillerplatz 3, 1010 Wien

SONNTAG, 07.04.

„Wie die Geschichte der Politik die Politik der Geschichte in kleinen lokalen Museen formt“

Mit:

Ruth Bacher, Bezirksmuseum Floridsdorf

Matthias Breit und Gerd Jenewein, Gemeindemuseum Absam, Tirol

Maria Ettl, Bezirksmuseum Josefstadt, Wien (angefragt)

Franz Haas, Bezirksmuseum Leopoldstadt, Wien

Birgit Johler & Erich Dimitz, Projekt „Adolf-Hitler-Haus, Hirschengasse 25“ im Bezirksmuseum Mariahilf, Wien

Andreas Lehner, u. a. Burgenländisches Geschicht(e)nhaus Bildein, Burgenland

Moderation: Regina Wonisch (Museologin, IFF) und Karin Schneider („Laboratorium Österreich“)

Sonntag 07.04. 15.00 Uhr, Xhibit, Akademie der bildenden Künste, Schillerplatz 3, 1010 Wien

MITTWOCH, 17.04.

Karl Fallend, Psychoanalytiker

Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man erst recht reden…

Mittwoch, 17.04. 14:00 Uhr

Xhibit, Akademie der bildenden Künste, Schillerplatz 3, 1010 Wien

FREITAG, 26.04.

Heribert Schiedel (DÖW)

Die Burschenschaften und ihre Scharnierfunktion zwischen Rechtskonservativismus und Neonazismus

Freitag 26.04. 18.00 Uhr, Xhibit, Akademie der bildenden Künste, Schillerplatz 3, 1010 Wien

http://www.akbild.ac.at/Portal/einrichtungen/xhibit/ausstellungen/akbild_event.2013-02-25.9780862061?set_language=de&cl=de

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Burschenschaften. Demokraten unter Vorbehalt

Vortrag und Diskussion

16. Jänner 20.00 Wien, w23 (Wipplingerstraße 23)

Die öffentliche Selbstdarstellung von Burschenschaften kommt heute selten ohne Betonung des demokratischen Charakters der Verbindungen aus – bis hin zu der Behauptung, einsame Verteidiger „wahrer“ Demokratie gegen „Meinungsdiktatur“ und „political correctness“ zu sein. Der Vortrag nimmt diese Darstellung kritisch in den Blick und widmet sich dem Verhältnis von Burschenschaften und Demokratie unter zwei Hauptgesichtspunkten: jenem des burschenschaftlichen Elitendenkens und jenem des Männerbundes.

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Antisemitismus und Ethnonationalismus in Ungarn

Über Hintergründe und die aktuelle Situation in Ungarn.

5. Dezember 19.00 Hörsaal D, Campus AAKH.

Mit Heribert Schiedl und Magdalena Marsovszky

Nach dem Erlangen der absoluten Mehrheit bei den Parlamentswahlen 2010 durch die Fidesz-MPSZ kam es in Ungarn zu einem erneuten Aufschwung des historischen Ethnonationalismus’ und Antisemitismus’.

Mit Unterstützung der offen rechtsextremen Partei Jobbik und unter Gleichschaltung der Medien, gelang es der Fidesz-MPSZ völkisch-nationalistische Ideen, Blut und Boden Ideologie und den daraus resultierenden Antisemitismus fest in der ungarischen Mehrheitsbevölkerung zu verankern. So trifft der Antisemitismus in Ungarn schon lange nicht mehr „nur“ Menschen jüdischen Glaubens, sondern alle unliebsamen Personen, die eine „Gefahr für den Volkskörper“ darstellen könnten und schlägt sich in Hetze gegen Linksliberale, Intellektuelle, Proeuropäische, Gegner_innen der Fidesz-MPSZ Regierung und selbstverständlich Jüdinnen und Juden nieder.

Kritik, die Personen außerhalb Ungarns äußern, wird als „Angriff auf die Nation“ gewertet und somit entkräftet, Antisemitismus-Vorwürfe innerhalb Ungarns werden als „Hypersensibilität“ abgeschrieben. Im Zuge dieser konservativen Ideologie kommt es nun zu Ausschreitungen gegenüber Roma-Dörfern, der Errichtung von staatlich finanzierten Militärcamps für Jugendliche und der Wiedereinführung von Symbolik und Rhetorik aus der Zeit des rechtsautoritären Reichsverweser’ und Hitlerverbündeten Horthy. Ideen, die den österreichischen Freiheitlichen zu gefallen scheinen, so wünschte der FPÖ-NRAbg. Johannes Hübner beim Wahlkampfauftakt 2010 der Jobbik-Partei „viel Erfolg bei ihrer Arbeit und den Wahlen“.

Link: http://wien.gras.at/index.php?option=com_content&task=view&id=218&Itemid=1

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Gegen Kapitalismus und Krise: Zinskritik als Allheilmittel?

Start: 29. November 2012 19:00

Ende: 29. November 2012 20:30

Eventort: HS 15.02

Straße: RESOWI, Graz, Austria

Eine kritische Auseinandersetzung mit verkürzter und rechter Kapitalismuskritik. Diskussion mit Peter Bierl (Autor des Buchs »Schwundgeld, Freiwirtschaft und
Rassenwahn – Kapitalismuskritik von rechts: Der Fall Silvio Gesell« ) und Heribert Schiedel (Mitarbeiter im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
(DÖW), Abteilung Rechtsextremismusforschung) moderiert von Evelyn Schalk.

Link: http://graz.gras.at/?p=743

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Buchpräsentation von und mit Judith Goetz

Donnertag, 15. November 2012, 19.00 Uhr

„Bücher gegen das Vergessen

Kärntnerslowenische Literatur über Widerstand und Verfolgung“ (Kitab Verlag)

Veranstaltungsraum: Ausstellung Dokumentationsarchiv,
Altes Rathaus, Wipplingerstr. 6-8, 1010 Wien (Eingang im Hof)

Die Autorin Judith Goetz (Literatur- und Politikwissenschafterin) im Gespräch mit Jana Sommeregger (Germanistin, Initiative Minderheiten)

Historisch kontextualisiert wird ein vielseitiger Blick auf die unterschiedlichen Schicksale von Kärntner SlowenInnen geworfen und die gesellschaftspolitischen Entwicklungen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg analysiert. Gerade in Anbetracht des Ablebens vieler ZeitzeugInnen verdeutlicht sich die Bedeutung dieser Literatur für die Folgegenerationen als Aufbewahrungsort der zerstörten Geschichten und Gedächtnis sowie als erinnerungspolitische Strategie gegen das Vergessen.

Das vorliegende Werk wurde 2011 mit dem Herbert-Steiner-Förderpreis und 2012 mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnet.